Atzenbrugg/Heiligeneich geschockt: Droht jetzt der Abstieg?

Der USV Atzenbrugg/Heiligeneich kommt einfach nicht zur Ruhe. Stand man vergangene Saison beim coronabedingten Ligaabbruch noch ganz oben in der Tabelle, bildet der USV heuer mit nur zwei Punkten aus sieben Spielen das Ligaschlusslicht der 1. Klasse Nordwest-Mitte. Bei einem neuerlichen Abbruch im kommenden Frühjahr droht nach 13 Runden sogar der Fix-Abstieg. Ein Horror-Szenario, das man im Bezirk Tulln unbedingt vermeiden möchte.

Markus Gartner, der langjährige Trainer des USV, hat bereits alle Höhen und Tiefen mitgemacht. Ein Ende der Achterbahnfahrt scheint nicht in Sicht: Vor zwei Spielzeiten konnte er den Abstieg gerade noch verhindern, letztes Jahr war man Herbstmeister, stieg aufgrund der Coronakrise aber nicht auf. Heuer steht sein Team wieder am letzten Platz. „Die ersten zwei Spiele hätten wir gewinnen müssen, das war reine Kopfsache. Der schlechte Start hat sich dann weiter durchgezogen so stehen bislang nur zwei Zähler zu Buche. Meine Spieler haben gut trainiert und waren vor jeder Partie hochmotiviert. Doch im Abschluss hat es überhaupt nicht geklappt, unsere Stürmer haben einfach nicht getroffen.“

Weder Spielabsagen noch „Geisterspiele"

Vom Corona-Virus sei man glücklicherweise verschont geblieben, obwohl die Kampfmannschaft und die Reserve gemeinsam trainiert hatten. „Allerdings gab es Druck seitens der Arbeitgeber. Die wollten unsere Spieler nicht freigeben, aus Angst, sie könnten sich infizieren. Das war für uns sehr problematisch.“ Spielabsagen hätte es in den ersten sieben Runden keine gegeben, genau so wenig wie „Geisterspiele“. „Trotzdem ist aufgrund der vorgezogenen Winterpause keine ganze Meisterschaft möglich. Wir müssten theoretisch schon Anfang Jänner mit dem Mannschaftstraining beginnen, wenn es tatsächlich am 12. Februar weitergehen soll. Da bin ich sehr gespannt“, so Gartner.

Abstieg wäre „unfair!“

Überhaupt kritisierte der USV-Coach die mangelnde Kommunikation seitens des Verbands mit dem Klub: „Vor der Saison ist gesagt worden, bei einem möglichen Abbruch nach 13 Spieltagen gäbe es keinen Absteiger. Das hat sich mittlerweile geändert und es ist gar von zwei Absteigern die Rede. Das wäre schlicht unfair!“ Nichtsdestotrotz möchte man im Winter am Transfermarkt aktiv werden. In die Karten will sich Gartner aber vorerst nicht schauen lassen: „Ja, es steht eine Kaderänderung bevor, Details und Namen möchte ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht nennen.“