St. Andrä-Wördern mit ernüchternder Herbstbilanz - Konkurrenzkampf in der Offensive erhöht

Nach dem Start in die Herbstmeisterschaft der 1. Klasse Nordwest sah für SV St. Andrä-Wördern noch alles rosig aus, nach drei Siegen in vier Spielen lag man in den oberen Gefilden der Liga. Bis zur Winterpause gelang allerdings nur mehr gegen Niederleis ein voller Erfolg, die Mannschaft sammelte insgesamt 14 Punkte ein und liegt zur Halbzeit der Saison auf Rang 9. "Summa summarum sind wir mit der Hinrunde alles andere als glücklich, die Bilanz fällt ernüchternd aus. Es war weder unser Ziel, noch Erwartung, dass wir uns nach der ersten Saisonhälfte im Abstiegskampf befinden. Es war ein Wechselbad der Gefühle, nach vier Runden waren wir noch ganz oben und nach dem letzten Spieltag liegen wir nur zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz", lautet die Herbstbilanz von Sektionsleiter Robert Fink.

Drei Zugänge und ein Abgang

"Wir hatten im Herbst definitiv ein Manko beim Erzielen der Tore, wir hatten keinen richtigen Goalgetter in den Reihen. Es war daher notwendig, die Offensivabteilung zu stärken, wir wollten mehr Konkurrenzkampf reinbringen, erklärt Fink weiter. Beim Tabellenneunten gab es daher schon die ersten personellen Änderungen, als einziger Abgang wechselte Amir Bradaric in die 2. Klasse zu Sitzenberg/Reidling. Drei Spieler wurden dagegen bereits in den Kader geholt, alle drei spielten zuletzt bei Klosterneuburg. Deniz Erdogan war im Herbst in der Reserve Torschützenkönig und verstärkt die Sturmreihe, Sebastian Klicka war zuletzt Stamm- und Kaderspieler in der Gebietsliga, ist universell einsetzbar und hat im Herbst auf der Außenbahn gespielt. Alexander Skrabal hat ein Jahr pausiert, er wird wahrscheinlich in der Defensive eingesetzt.

"Die drei neuen Spieler haben schon bei uns mittrainiert, wir werden noch sehen, wie vielversprechend sie sind. Im Großen und Ganzen sind wir gewappnet für das Frühjahr und möchten möglichst nichts mit dem Abstieg zu tun haben" erklärt St. Andräs Sektionsleiter. Ende Jänner bestreitet die Mannschaft das erste Testspiel, eine Woche davor startet man traditionell mit der Vorbereitung. Fünf bis sieben Matches sind insgesamt geplant, die Trainingsbeteiligung soll laut Fink hochgehalten werden, um optimal vorbereitet starten zu können.

Erste zwei Runden weisen die Richtung

"Wir könnten uns schon in den ersten zwei Rückrunden etwas Luft verschaffen, treffen auf zwei direkte Gegner und spielen zunächst auswärts gegen Göllersdorf und danach daheim gegen Stronsdorf. Wir dürfen uns in der Rückrunde keine Fehler erlauben, das vorrangige Ziel ist jetzt natürlich der Klassenerhalt", blickt Robert Fink optimistisch auf die kommenden Monate, er ergänzt abschließend dazu: "Wir mussten in den letzten Jahren schon mehrmals zittern, wenn ich mir etwas wünschen darf, wäre es, dass wir uns nach sechs, sieben Runden im Frühjahr der Abstiegssorgen entledigen konnten."

 

 

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