Gumpoldskirchen geht den jungen Weg weiter

Für Gumpoldskirchen standen die Zeichen vor der Saison auf Veränderung. Nich nur der Wechsel in die 2. Klasse Triestingtal, sondern auch der Kader wurde adaptiert und in einem ersten Schritt verjüngt. Die dennoch hohe Erwartungshaltung konnte die Elf von Trainer Markus Tuschel am Ende nicht ganz erfüllen. "Wir haben eine durchwachsene Spielzeit hinter uns und konnten leider nicht ganz an die Vorjahre anschließen. Dies war aufgrund der Veränderungen aber im Vorfeld klar", so Tuschel einleitend.

Tabellarisch kam unter dem Strich ein Platz im Mittelfeld heraus, den der Trainer wie folgt erklärt. "Es wäre gegen Ende deutlich mehr drin gewesen. Die Spiele gegen Sooß und den ASV Baden hätten wir gewinnen können und dann wären wir genau da, wo ich uns vor der Saison gesehen hätte. Das Niveau der Liga ist ähnlich, es gibt ein breites Mittelfeld und ein paar Spitzenteams, die es am Ende unter sich ausmachen werden", sieht Tuschel sein Team in der Liga dennoch gut angekommen.

Erster Lockdown brachte deutliche Fitness-Probleme

Als Hauptgrund für den tabellarischen Abfall im Gegensatz zu den Vorjahren ist auch das Thema Corona allgegenwärtig. "Der erste Lockdown hat meine Spieler hart getroffen. Die Fitness danach war sehr schlecht und das haben wir lange mitgezogen. Man muss aber sagen, dass wir einige ältere Spieler haben, deren Prioritäten in dieser Phase einfach andere waren. Wenn du Frau und Kind zuhause hast ist es sicher schwerer sich fitzuhalten als mit 20 Jahren", so der Trainer. Auf die Frage wie der Verein selbst mit dem Thema Corona umging fand Tuschel klare Worte. "Wir sind als Verein damit sehr gut umgegangen und haben uns strikt an alles gehalten. Grundsätzlich habe ich natürlich Verständnis für den Abbruch, würde mir aber teilweise eine bessere Kommunikation wünschen", fordert der Coach klare Ansagen. Auf die Frage des Ausblicks auf 2021 zeigt sich der Trainer motiviert und mit einem klaren Plan ausgestattet. "Natürlich hoffen wir alle, dass 2021 wieder Normalität eintritt. Unser Blick wird dann weiter in Richtung Jugend gehen und wir haben etliche Spieler, die den Sprung aus der U-23 schaffen werden.  Großartige Transfers sind nicht geplant", gibt Tuschel eine Marschrichtung vor, die auch mit dem Verein abgestimmt wurde und so fortgesetzt werden soll.