Leobersdorf: Sehnsucht nach dem ersten Auswärtspunkt

Der leobersdorf ascNegativ-Lauf ist gestoppt: Der ASC Leobersdorf war im Finish der Herbstsaison in ein besorgniserregendes Tief geschlittert, riss bei drei Nullnummern in Folge ein indiskutables Torverhältnis von 0:14 auf. Zum Frühjahrs-Auftakt zeigte sich das Schlusslicht der Gebietsliga Süd/Südost wieder von einer ansprechenden Seite, trotzte Katzelsdorf ein 1:1 ab und blickt voller Optimismus nach vorne.

Der Trainer hat sich längst festgelegt: „Wir kommen da unten raus. Wie weit wir es nach oben schaffen, wage ich nicht vorherzusagen. Nur so viel: Wir steigen garantiert nicht ab“, prophezeit Martin Prandl.  Das Remis zum Start stellte ihn nicht unzufrieden: „Wir absolvierten in der gesamten Vorbereitung kein Spiel auf Naturgrün. Die Umstellung vom Kunstrasen ist uns so gesehen gut gelungen.“

Mehr Courage gefragt

Selbst das frühe 0:1, verursacht durch einen unfreiwilligen Abwehrfehler, brachte Leobersdorf nicht aus der Ruhe: „Der Ball war auf dem schlechten Untergrund versprungen, so dass ihn ein Verteidiger verfehlte.“ Katzelsdorf Tometschek musste das Leder nur noch ins leere Tor schieben. Nach der Pause drückten die Heimischen aufs Tempo, in dieser 20-minütigen Drangperiode fiel das 1:1 durch Mikus. „Mit etwas mehr Courage hätten es vielleicht sogar drei Punkte werden können.“
In der Winterpause sicherte sich der Nachzügler die Dienste von einem Mittelfeldspieler (Danijel Mitrovic) und gleich drei Stürmern. Einer aus dem Angriffs-Trio musste gegen Katzelsdorf passen: „Wolfgang Rath verletzte sich am Vortag des Spiels, zog sich bei einem Arbeitsunfall eine Knöchelblessur zu. Ich hoffe auf sein baldiges Comeback“, so sein Trainer. Dragan Savic und Zeljko Vukomanovic kamen am Wochenende bereits zum Zug. Der Trainer sieht in beiden Fällen noch Steigerungspotenzial.

Gegen Wienerwald auf neutralem Boden

„Savic stieß aus der 2. Klasse zu uns. Verständlich dass er noch Anpassungs-Schwierigkeiten hat, vor allem was das Tempo und die Konsequenz der Gegenspieler in den Zweikämpfen betrifft“, meinte Prandl. Vukomanovic brachte mit seiner Einwechslung in Hälfte zwei frischen Wind ins Spiel. „Er fehlte in der Vorbereitung verletzungsbedingt für drei Wochen, wird noch zulegen.“
Zulegen muss Leobersdorf in erster Linie fern der Heimat: In sieben Auswärtsspielen setzte es sieben Pleiten mit 3:23-Toren. Die Trendwende muss gelingen: Am besten bereits am Samstag um 15 Uhr gegen Wienerwald. „Der Heimvorteil fällt bei ihnen weg, da das Match in Hinterbrühl ausgetragen wird. Ich kenne die dortige Anlage, aber nicht die derzeitigen Platzverhältnisse“, fasste Prandl zusammen, der auch in organisatorischer Hinsicht Verstärkung erhielt: „Der neue Sektionsleiter Udo Sacher und mein neuer Co-Trainer Peter Schwarz nehmen mir viel Arbeit ab. Sechs Augen sehen bekanntlich mehr als zwei.“

Christian Reichel

 

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