Nach sieglosem Herbst, erneuter Trainerwechsel in Prambachkirchen

Die Union Raiffeisen Prambachkirchen blickt auf ein enttäuschendes Fußballjahr zurück. Im Frühjahr ergatterten die Hausruckviertler immerhin 15 Zähler und schafften als Zwölfter den Klassenerhalt. In der aktuellen Saison der 1. Klasse Nord-West wartete die Union bislang vergeblich auf einen Sieg, konnte im Herbst nur mickrige fünf Punkte einfahren, weiß in der Tabelle lediglich das Schlusslicht aus Obernberg hinter sich und überwintert als Vorletzter in akuter Abstiegsgefahr. "Wir haben gewusst, dass es nicht einfach wird, hätten einen sieglosen Hertbst aber nicht wirklich erwartet. Doch wenn man keine Tore macht, landet man eben dort, wo wir jetzt stehen", erklärt Sportchef Walter Pils, der aktuell mit der Suche nach einem neuen Trainer beschäftigt ist.

 

Seit 4. Juni ohne "Dreier"

Die Kicker aus dem Bezirk Eferding teilten mit dem Gegner fünf Mal die Punkte und gingen in den acht übrigen Spielen leer aus. Sämtliche bislang gesammelten Punkte holten die seit 4. Juni sieglosen Prambachkirchener auf eigener Anlage, mussten in den sechs bisherigen Auswärtsspielen aber ebenso vielen Niederlagen einstecken. "Zwei Niederlagen in sieben Heimspielen sind eigentlich nicht schlecht, aber wenn man vor heimischer Kulisse fünf Mal Unentschieden spielt und kein einziges Match gewinnt, kommt man eben auch nicht weiter", schüttelt der Sportliche Leiter den Kopf. "Aber wir arbeiten traditionell vorwiegend mit eigenen Spielern bzw. Akteuren aus der Umgebung, weshalb uns, was den Kader betrifft, die Hände gebunden sind".

Lediglich 9 Union-Treffer

Während immerthin der Nachzügler aus Obernberg mehr Gegentore kassierte, durfte die Union bislang lediglich neun Treffer bejubeln und stellt die schwächste Offensive der Liga. "Wenn man nur neun Torer macht, kann nicht mehr herausspringen. Leider hatten unsere etatmäßigen Torgaranten, Jürgen Erlinger und Richard Öberseder, mit einer hartnäckigen Ladehemmung zu kämpfen und konnten nicht die gewohnten Tore erzielen. Ein Beleg für unsere eklatante Offensivschwäche ist die Tatsache, dass mit Stefan Gruber ein Innenverteidiger drei Mal getroffen hat. Im Fußball spielt sich bekanntlich viel im Kopf ab, und wenn wir in Rückstand geraten sind, haben wir im jeweiligen Spiel - aufgrund unsere Probleme in der Offensive - gewusst, dass nicht viel möglich ist", so Pils.

Trainersuche und Ausschau nach neuen Kräften

Nach dem Ende der Amtszeit von Coach Martin Jedinger übernahm Stefan Jäger in der zweiten Herbsthälfte das Zepter. "Nach einer eineinhalbjährigen Auszeit ist Stefan in die Bresche gesprungen und hat alles versucht, auch das System umgestellt. Aber auch er konnte das Ruder nicht herumreißen und hat uns nach dem Ende der Hinrunde seinen Rücktrittt mitgeteilt", weiß Walter Pils. "Wir sehen uns seit geraumer Zeit nach einem neuen Trainer um und haben mit möglichen Kandidaten auch schon Gespräche geführt. Bislang ist aber noch kein weißer Rauch aufgestiegen, ich bin aber zuversichtlich, dass in der kommenden Woche die Entscheidung fallen wird." Neben Roland Agyei und Abdelaat Ifkharne, die im Sommer geholt wurden, den Verein aber schon wieder verlassen haben, sind keine Abgänge zu erwarten. "Wir sehen uns in der Umgebung nach möglichen Verstärkungen um und bemühen uns zudem, den einen oder anderen Prambachkirchener wieder zurückzuholen", kündigt der Sportchef mögliche Transfers an.

Relegationsplatz im Visier

Am 15. Jänner starten die Hausruckviertler in die Vorbereitung, in der die Physis optimiert werden soll und die neben zahlreichen Einheiten und einigen Testspielen auch ein Trainingslager in der Steiermark beinhaltet. Obwohl am Konto des Vorletzten nur mickrige fünf Punkte stehen, hat man in Prambachkirchen die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben. "In unserer Situation geht es einzig und alleine darum, im Frühjahr so viele Punkte wie möglich zu sammeln und die Relegation zu erreichen. Da der Tabellenbachbar aus Schärding in Reichweite ist, ist der Sprung auf den Relegationsplatz durchaus möglich. Alles andere ist aus heutiger Sicht aber nicht realistisch. Wir wissen, dass der Hut brennt, lassen im neuen Jahr aber nichts unversucht, die Liga irgendwie zu halten", meint Walter Pils. 

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