Nach hartnäckiger Ergebnis-Krise, Union Oberneukirchen mit bärenstarkem Finish

Nach einer starken Rückrunde mit 24 gesammelten Punkten beendete die Union Oberneukirchen in der vergangenen Saison der 1. Klasse Nord den fünften Rang und nahm sich nach der Rückkehr von Trainer Gerhard Meindl viel vor. Doch die Mühlviertler verzeichneten einen kapitalen Fehlstart, fuhren in den ersten fünf Partien nur einen einzigen Punkt ein und mussten bis zur neunten Runde auf den ersten Sieg warten. Auf der Zielgeraden war die Union nicht stoppen, wenngleich im letzten Match des Jahres die tolle Siegesserie gerissen ist. Letzendlich überwintern die Kicker aus dem Oberen Mühlviertel als Neunter in der Mitte der Tabelle und sind vom oberen Drittel nicht weit entfernt.

 

Nach kapitalem Fehlstart seit acht Runden ungeschlagen

"Aufgrund der starken letzten Rückrunde war die Erwartungshaltung vielleicht etwas zu hoch. Denn der Verein hat sich im Sommer von den Legionären getrennt und auf die eigenen, jungen Spieler gesetzt. Nach einer gelungenen Vorbereitung waren am Beginn der Saison die Leistungen zum Teil ausgezeichnet, die Ergebnisse haben aber nicht gepasst und sind mit einem Fehlstart ins Hintertreffen geraten", weiß der Coach. Nach drei Unentschieden am Stück feierte die Meindl-Elf in St. Martin den ersten Saisonsieg, legte dann drei "Dreier" nach und hatte zum Herbstausklang den nächsten Sieg fast schon in der Tasche. "Im verschobenen Match gegen Neufelden haben wir 2:0 geführt, es dann aber verabsäumt, den Sack zuzumachen, ehe der Faden gerissen ist und uns am Ende mit einem 2:2-Remis zufrieden geben mussten. Natürlich hätten wir diese Partie gerne gewonnen, doch wichtig ist, dass uns die Trendwende gelungen ist, zudem sind wir seit bereits acht Runden ungeschlagen", so Meindl,.

Wenig Tore, vorne und hinten

Auf eigener Anlage und in der Fremde feierte die Union jeweils zwei Siege. Während fünf Teams weniger Treffer erzielten, kassierten lediglich die Top-Drei der Tabelle weniger Gegentore. "Wir stehen hinten in der Regel sehr gut, haben in der Offensive jedoch Probleme. Trotz des Fehlstarts haben wir in den ersten Spielen jede Menge Chancen kreiert, konnten diese aber nicht verwerten und mussten unnötige Niederlagen einstecken. Bei unserer Siegessiere auf der Zielgeraden war die Leistung ab und an nicht ganz so gut, sind in dieser Phase aber von Sieg zu Sieg geeilt. Wichtig war, dass wir die Ruhe bewahrt haben und die Stimmung im Verein und in der Mannschaft immer gut war. Auch die Trainingsbeteiligung war vom Anfang bis zum Schluss beachtlich, wurden die Einheiten stets von rund 30 Akteuren besucht", sagt Gerhard Meindl. "Auch wenn der Saisonverlauf ungewöhnlich war, stehen immerhin 17 Punkte auf unserem Konto und haben uns eine ordentliche Ausgangsposition verschafft. Mit dem Endergebnis sind wir in Summe zufrieden, trauern insgeheim jedoch einer besseren Platzierung nach. Doch zum einen mussten wir verletzungsbedingt immer wieder wichtige Spieler vorgeben, und zum anderen ist die Mannschaft sehr jung".

Keine Transfers - Trainingslager in Slowenien

In Oberneukirchen wird im Dezember in der Halle gekickt, nach dem Jahreswechsel müssen die Kicker ein Heim-Programm absolvieren, ehe am 23. Jänner die offizielle Vorbereitung, die ein Trainingslager in Slowenien beinhaltet, angepfiffen wird. Beim Trainingsauftakt wird Coach Meindl die "üblichen Verdächtigen" begrüßen können. "Trotz der Probleme in der Offensive, genießt das aktuelle Personal weiterhin unser Vertrauen und sehen uns nicht wirklich nach möglichen Verstärkungen um. Somit sind aus heutiger Sicht im Winter weder Zu- noch Abgänge zu erwarten", verfolgt der 56-jährige Übungsleiter das Geschehen am Transfermarkt lediglich als interessierter Beobachter.

Oberes Tabellendrittel im Visier

Da der aktuelle Zweite aus Nebelberg lediglich fünf Punkte mehr am Konto hat, aber auch die Abstiegszone nur sechs Zähler entfernt ist, kann es für die Meindl-Elf im neuen Jahr in beide Richtungen gehen. "Der Plan ist, in der Rückrunde dort fortzusetzen, wo wir im Herbst aufgehört haben - und sind auch zuversichtlich, ein gutes Frühjahr absolvieren zu können. Zunächst geht es aber darum, wesentlich besser zu starten und eine mögliche Abstiegsgefahr erst gar nicht aufkommen zu lassen", gibt der Trainer die Richtung vor. "Grundsätzlich sehe ich der entscheidenden Phase der Meisterschaft vorsichtig optimistich entgegen und denke, dass ein Top-Fünf-Platz möglich ist".

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