Spiel gedreht! Später Schwarz-Doppelpack beschert SV Hellmonsödt Sieg über vermeintlichen Herbstmeister

In der zwölften Runde der 1. Klasse Nord stand das Kräftemessen zwischen dem SV Hellmonsödt und der Union Wippro Vorderweißenbach auf dem Programm. Im Duell zwischen dem Siebenten und dem Tabellenführer waren die Gäste zu favorisieren, zumal der Bezirksliga-Absteiger nach einer Siegesserie mit breiter Brust anreiste. Die Mannen von Trainer Andreas Prammer traten am Samstagnachmittag im Planetenstadion entschlossen auf, gingen zwei Mal in Führung und hatten den fünften "Dreier" in Serie sowie den Herbstmeistertitel vor Augen, doch in den Schlussminuten kippte das Match, schoss SVH-Goalgetter Michael Schwarz mit einem Doppelpack binnen 120 Sekunden die Matischek-Elf zum 3:2-Erfolg, verhinderte die erste Hellmonsödter Heimniederlage in dieser Saison und vertagte die Entscheidung um den Hertbstmeistertitel auf das nächste Wochenende.

 

Bärenstarker Ligaprimus mit früher Führung - Keeper Seyr hält SVH im Spiel

Vor rund 500 Besuchern übernahm der Ligaprimus sofort das Kommando, bestätigte seine aktuell exzellente Form eindrucksvoll und hatte nach nur zehn Minuten die Nase vorne, als Kapitän Tobias Eckerstorfer nach einem Corner aus 20 Metern abzog und die Kugel versenkte. Nach dem frühen Führungstreffer setzte die Union entschlossen nach und suchte die vorzeitige Entscheidung, die Prammer-Elf konnte aber etliche dicke Chancen nicht verwerten und scheiterte zumeist am bärenstarken SVH-Schlussmann Dominik Seyr, der die zu diesem Zeitpunkt enttäuschenden Hausherren, die in Halbzeit eins keinen Zugriff fanden, im Spiel hielt. Der Tabellenführer lieferte eine überzeugende Performance ab, verabsäumte es jedoch, den Sack schon vor der Pause zuzumachen - diese Nachlässigkeit sollte sich an diesem Nachmittag rächen.

Heimkehrer gleicht per Freistoß aus

Nach dem Wiederanpfiff von Schiedsrichter Rumetshofer bekamen die Zuschauer ein komplett anderes Bild zu sehen. Die Matischek-Elf kehrte entschlossen auf den Platz zurück und hätte in Minute 47 den Rückstand beinahe wettgemacht - nachdem Schwarz alleine vor dem Union-Kasten an Keeper Christian Weissenböck gescheitert war, setzte der 30-jährige Goalgetter nach der daraus resultierenden Ecke einen Kopfball knapp daneben. Nach 55 Minuten belohnten sich die Hellmonsödter für ihre Bemühungen, als Günther Lang, der nach zwei Jahren bei Landesligist Rohrbach im Sommer wieder zu seinem Stammverein zurückgekehrt war, sich das Leder zu einem Freistoß zurechtlegte und das Spielgerät aus rund 25 Metern ins Kreuzeck zirkelte.

Schwarz trifft kurz vor Schluss binnen 120 Sekunden doppelt

Die Hausherren freuten sich noch über den Ausgleich, als der Spitzenreiter im Gegenzug erneut in Führung ging - nach einem geblockten Lochpass war es Ondrej Svoboda, der aus abseitsverdächtiger Position auf 1:2 stellte. Die Heimischen ließen sich davon nicht entmutigen, krempelten die Ärmel hoch und bestimmten fortan das Geschehen, konnten die eine oder andere Chance aber nicht nutzen. Die Union behauptete den hauchdünnen Vorsprung und machte sich bereits Gedanken über die Feierlichkeiten rund um den möglichen Herbstmeistertitel, ehe in den Schlussminuten das Spiel kippte. Nach einem weiten Ball von Andreas Baumgartner nahm Schwarz das Spielgerät gekonnt an, setzte sich im Lauduell mit einem Verteidiger durch und versenkte die Kugel im langen Eck. Der Tabellenführer hatte den fünften Sieg in Serie aus der Hand gegeben, 120 Sekunden später kam es für die Gäste aber noch schlimmer. Nach einem Angriff der Heimischen über die linke Seite und einer weiten Flanke von Haris Balihodzic stand Schwarz goldrichtig, gab Goalie Weissenböck abermals das Nachsehen und fixierte mit seinem achten Saisontreffer den nicht mehr für möglich gehaltenen 3:2-Sieg des SV Hellmonsödt.

Harald Oyrer, Sektionsleiter SV Hellmonsödt:
"In der ersten Halbzeit war der Tabellenführer ungemein dominant und hätte nach dem 0:1 ein, zwei Tore nachlegen können, in dieser Phase hat uns Keeper Seyr aber im Spiel gehalten. Aufgrund der enormen Steigerung in der zweiten Halbzeit war der Sieg nicht unverdient, wenngleich ein Unentschieden vermutlich gerecht gewesen wäre". 

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