Trotz bärenstarkem Herbst, kein Druck in Niederthalheim

Nach einem vierten Rang in der vergangenen Saison legte der ASV Raika Niederthalheim in der aktuellen Spielzeit der 2. Klasse Mitte-West ein "Schäuferl" nach, sammelte in der Hinrunde beeindruckende 31 Zähler, ist als Dritter gleichauf mit den Kickern aus Haag und vom Herbstmeister aus Bruckmühl nur durch einen einzigen Punkt getrennt. "Wir hatten uns viel vorgenommen, wollten vorne wieder mitmischen und konnten dieses Vorhaben bislang eindrucksvoll realisieren. Mit der Siegesserie in der zweiten Herbsthälfte haben wir uns eine ausgezeichnete Ausgangsposition verschafft", ist Sportchef Alfred Schoberleitner rundum zufrieden.

 

Niederlagen gegen die beiden Top-Teams, aber tolle Siegesserie in der zweiten Herbsthälfte

Die Mannen von Trainer Rene Hauser teilten mit den Bad Wimsbach Juniors die Punkte und mussten sich den weiteren Konkurrenten aus Haag und Bruckmühl jeweils geschlagen geben, konnten die übrigen zehn Spiele aber allesamt gewinnen. "Beim Auftakt-Remis waren die starken Juniors von Landesligist Bad Wimsbach unser Gegner. Gegen Haag wäre ein Punktegewinn möglich gewesen, stand das Spiel eine Stunde lang auf Messers Schneide, ehe wir aufgrund einer Ampelkarte in Unterzahl waren und letztendlich den Kürzeren gezogen haben. Und gegen Bruckmühl haben wir einen schlechten Tag erwischt, konnte der Herbstmeister einen verdienten Sieg feiern", weiß der Sportchef. "Unsere Mannschaft hat sich davon aber nicht entmutigen lassen, eine tolle Serie gestartet und am Stück sieben Dreier eingefahren".

15 Udovcic-Tore - stärkste Defensive der Liga

Der Drittplatzierte konnte von sieben Heimspielen sechs gewinnen und feierte in der Fremde vier Siege. Während vier Teams öfter ins Schwarze trafen - Amar Udovcic zeichnete für 15 der insgesamt 39 ASV-Treffer verantwortlich - kassierten die Hausruckviertler nur 13 Gegentore und stellen die stärkste Defensive der Liga. "Es ist überaus erfreulich, dass wir die Defensive stabilisieren konnten, zumal wir in der letzten Saison 62 Gegentore kassiert haben. Es ist uns gelungen, die Probleme auszumerzen, aber es hat in allen Bereich nahezu alles gepasst. Wir haben unglaubliche 31 Punkte eingefahren und hätten mit dieser Ausbeute in fast jeder anderen Liga den Herbstmeistertitel feiern können. Dieser Erfolg hat entsprechenden Wert, zumal wir unseren Fokus vorwiegend auf die eigenen Spieler richten und den Jungen eine ansprechende Plattform bieten wollen", meint Alfred Schoberleitner.

Trainingslager in der Steiermark

Seit zwei Wochen bereiten sich die Kicker aus dem Bezirk Vöcklabruck auf den Aufstiegskampf vor. Am heutigen Nachmittag ist die SPG Lambach/Edt der erste Testspielgegner, am nächsten Samstag werden die Kräfte mit dem TSV Timelkam gemessen. In rund zwei Wochen schlagen die Kicker ihre Zelte in der Steiermark auf und halten in Feldbach ein Trainingslager ab.

Zwei neue Kräfte und vier Abgänge

Neben David Mitterbauer (Blau-Weiß Stadl-Paura) ist auch Niklas Kölbl (Roitham) im Winter zum ASV gewechselt. "Niklas wohnt seit dem Vorjahr in Niederthalheim und hat deshalb seinen Pass vorsorglich zu uns gelegt. Er ist ein exzelltener Fußballer und grundsätzlich eine enorme Verstärkung, aus privaten bzw. zeitlichen Gründen ist es jedoch äußerst fraglich, ob er im Frühjahr ins Geschehen eingreifen kann", ortet der Sportchef ein großes Fagezeichen. Mit Jan Reisinger (Schwanenstadt Juniors), Almir Mujanic und Amer Udovcic (beide Regau) sowie Julian Oelz (Bad Wimsbach Juniors) stehen vier Akteure nicht mehr zur Verfügung. "Die Abgänge haben sich aus verschiedenen Gründen ergeben. Auch wenn unser Kader über den Winter nominell kleiner geworden ist, verfügen wir nach wie vor über reichlich Qualität und sind gut aufgestellt. Allerdings darf nicht viel passieren und müssen von Verletzungen weitgehend verschont bleiben", so Schoberleitner. 

Spannender Aufstiegskampf

Obwohl die Hausruckviertler im Titel- bzw.  Aufstiegskampf mittendrin und voll dabei sind, blickt man in Niederthalheim der entscheidenden Phase der Meisterschaft gelassen entgegen. "Während die Konkurrenten unbedingt aufsteigen wollen, ist bei uns der Aufstieg kein offizielles Saisonziel, wenngleich wir nichts dagegenhätten, wieder in die 1. Klasse zurückzukehren. Doch zum einen ist ein packender Fünfkampf zu erwarten, und zum anderen kann man eine tolle Saison spielen, 55 oder sogar 60 Punkte sammeln und am Ende leer ausgehen. Wir wollen uns in der Rückrunde ähnlich stark präsentieren wie im Herbst und möchten wenn möglich bis zum Schluss ganz vorne mitmischen, verspüren aber keinen Druck, da der Aufstieg kein Muss ist", hält der Sportchef den Ball flach.

Transferliste 2. Klasse Mitte-West

Transfers Oberösterreich
Auto Günther Aktion
Headstart Focus Plus - Empfohlen von SV Ried

Top Live-Ticker Reporter
Top Nachwuchs-Reporter