Sensationsdeal! LASK begeht Kooperation mit Zöhrdorf Linz

altAbbrüche, Exzesse, Skandale - Wenn in den letzten Jahren Schlagzeilen im OÖ-Unterhaus über die "hässliche Seite" des Fußballsports publiziert wurden, fiel der Name ASKÖ Zöhrdorf Linz - zuletzt beim Spielabbruch nach einer Schlägerei im Reservespiel bei ASKÖ Ebelsberg Linz Anfang Oktober 2012 - viel zu oft. Nun kann der Nachzügler der 2. Klasse Mitte mit einer Sensationsmeldung im positiven Sinn aufwarten. "Wir haben einen Fünf-Jahres-Kooperationsvertrag mit dem LASK abgeschlossen. Ab Sommer 2013 wird das Werk'l dann richtig zu laufen beginnen", jubelt Zöhrdorf-Sportchef Ernst Hubich erfreut. Welche Folgen der Kooperationsvertrag für die beiden Vereine haben wird, ob der LASK zukünftig wieder eine 1b-Mannschaft stellen wird und ob der Verein Zöhrdorf Linz vielleicht vom "großen LASK" geschluckt werden könnte, verriet Ernst Hubich im Gespräch mit unterhaus.at.


LASK bekommt wieder 1b-Mannschaft - Kooperation auch im Nachwuchs

"Ich habe den Kooperationsvertrag mit LASK-Vize-Präsidentin Sandra Reichel, Teammanager Gerhard Klein und Nachwuchs-Sportchef Robert Bartosiewicz gemeinsam ausgehandelt und war von ihrer Offenheit und ihrem Umgang sehr angetan, haben sie mich nie spüren lassen, dass ich lediglich Funktionär von einem 2. Klasse-Klub bin und sie vom LASK sind", beginnt Ernst Hubich, um dann gleich die wesentlichen Inhalte des Kontrakts darzulegen: "Geplant ist neben der Bildung von Spielgemeinschaften im Nachwuchs zwischen dem LASK und Zöhrdorf Linz auch eine Partnerschaft zwischen unserer Kampfmannschaft und einer 1b-Mannschaft des LASK." Die zweite Mannschaft der Athletiker wurde nach dem letztjährigen Abstieg der Schwarz-Weißen in die Regionalliga aufgelöst und soll im Sommer 2013 neugegründet werden. "Dort sollen neben unseren Spielern vor allem die Jung-Kicker des LASK, die noch nicht reif genug für die Profimannschaft sind und ansonsten aus der U18 rausfallen würden, aufgefangen werden und Spielpraxis sammeln", erklärt der Zöhrdorf-Sportchef, der für die neue Spielgemeinschaft einen Namen wie "ASKÖ SPG Zöhrdorf/LASK 1b" für möglich hält, aber zugleich betont, dass diese Sache noch besprochen werden muss.

"Obwohl ich ein Blau-Weißer bin, Präsident Hermann Schellmann persönlich sehr schätze, muss man einfach sagen, dass der LASK der einzige echte Traditionsverein in Linz ist und sehr viele ehrenamtliche Mitarbeiter im Nachwuchs besitzt. Das wollen wir natürlich ausnützen, sollen auch unsere Jugendspieler von deren Know-How profitieren", hofft Hubich auf einen positiven Effekt für seine Jung-Kicker.


Größter Wunsch: "Halbsaison ohne Unruhen und Exzesse"

Wohl kein unwesentlicher Faktor der Kooperation war wohl, dass der LASK - wie Anfang des Jahres auf einer Pressekonferenz offiziell bekanntgegeben hat - künftig auf der Zöhrdorfer Sportanlage trainieren darf und wird. Das weiß auch Hubich, der sich aber auch bei anderen Institutionen für die Hilfe in der schwierigen Zeit bedanken möchte: "Vor allem der OÖ-Fußballverband, insbesondere Präsident Willi Prechtl, der ASKÖ Oberösterreich und die Stadt Linz haben uns toll unterstützt." Die Anhänger der Zöhrdorfer müssen sich keine Sorgen machen, dass ihr Klub von der Bildfläche verschwindet, oder vom LASK geschluckt wird: "Der Verein ASKÖ Zöhrdorf bleibt eigenständig, ich kann die Spielgemeinschaften von der Stunde an aufkündigen", entgegnet der sportliche Leiter etwaigen Spekulationen gleich im Vorhinein.

Für das kommende Frühjahr, das die Zöhrdorfer im Vergleich zur Hinrunde wieder einmal mit einer rundumerneuerten Mannschaft - alle Transfers gibt es hier im Überblick - und Neo-Coach Helmut Poltinger, der Ex-Trainer Richard Katzlberger ersetzen wird, in Angriff nehmen werden, hat der Sportchef einen großen Wunsch: "Ich will eine Halbsaison ohne Unruhen, Exzesse und Spielabbrüche, habe keine Lust jeden zweiten Donnerstag auf die Struma zu fahren." Der sportliche Erfolg soll sich über einen neu entwickelten Teamgeist einstellen. "Wir trainieren seit drei Wochen drei Mal wöchentlich, haben immer um die 20 Akteure im Training. Das gibt mir Hoffnung, dass es Frühjahr bergauf geht", so Hubich abschließend. Sollte der Aufwärtstrend in der Rückrunde vorerst noch ausbleiben, so wird er sich wohl spätestens mit Kooperationsstart im Sommer 2013 einstellen.


Foto-Slide: Harald Dostal (www.sport-bilder.at)

Marco Wolfsberger

 

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