„Wir hätten eigentlich das oberste Drittel angestrebt!“ – Aigen-Schlägls Sektionsleiter Dominik Wipplinger im Interview

Noch vor vier Jahren hatte die Union Pöschl Heizung-Kälte Aigen-Schlägl in der Bezirksliga Nord um Punkte gekämpft. Danach legte man eine sportliche Bruchlandung hin, welche mit einer Platzierung in den untersten Tabellenregionen der 2. Klasse Nord-West ihren vorzeitigen Tiefpunkt erreichte. Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Die Tatsachen, dass ein gewisser Spirit vorhanden ist, was die hohe Trainingsbeteiligung beweist, und dass man über einen erfahrenen Trainer verfügt, der in höheren Ligen bereits seine Qualitäten unter Beweis stellte, passen da nicht wirklich ins Bild. Ligaportal.at sprach mit Sektionsleiter Dominik Wipplinger.

 

Ligaportal: Wie erklären Sie sich den sportlichen Tiefflug der jüngeren Vergangenheit?

Wipplinger: „Fünf bis sechs routinierte Führungsspieler haben damals auf einmal aufgehört. Als wir dann in die 1. Klasse abgestiegen sind, wollten wir den Kader verjüngen. Zudem haben wir uns von fast allen Legionären getrennt. Dann ging es noch einmal runter. Wir haben nicht erwartet, dass wir auch in der 2. Klasse ganz unten mitspielen. Wir hätten eher das obere Drittel angestrebt. Das war aber nicht der Fall. Dazu kommt, dass von der eigenen Jugend nicht unbedingt etwas nachkam. Das wird jetzt aber langsam wieder.“

Ligaportal: Wie sehen die längerfristigen Ziele im Verein aus? Ist eine Rückkehr in die 1. Klasse in den kommenden Jahren geplant?

Wipplinger: „Wir hoffen, dass wir uns stabilisieren können. In den nächsten drei bis fünf Jahren wollen wir schauen, ob ein Aufstieg gelingt. Aktuell ist es noch so, dass wir sehr viele junge Spieler aus den eigenen Reihen und aus St. Oswald bei Haslach haben. Der Verein hat sich ja aufgelöst. Diese Akteure müssen sich erst noch an die Kampfmannschaft gewöhnen.“

Ligaportal: Inwiefern hat euch die Corona-Krise bislang finanziell getroffen?

Wipplinger: „Ich denke, es ist so ähnlich wie bei den anderen Vereinen. Es ist eine schwierige Situation. Wir haben keine Einnahmen. Die Veranstaltung Weiße Nacht ist sozusagen unsere Haupteinnahmequelle. Diese ist weggefallen. Wir haben alles versucht, das Event zwei Mal verschoben. Wir hatten aber keine Chance.“

Aigen Schlägl

Ligaportal: Werden Spieler bezahlt? Mussten in dieser Hinsicht Kürzungen hingenommen werden?

Wipplinger: „Der Einzige, der etwas bekommt, ist unser tschechischer Tormann. Das ist auch der letzte verbliebene Legionär im Kader. Wir haben mit ihm vereinbart, dass er nichts erhält, wenn er nicht kommt. Wir haben das gut geregelt.“

Ligaportal: Mit Trainer Herbert Zach habt ihr einen routinierten Mann an der Seitenlinie, der zuvor bei Eidenberg in der 1. Klasse und bei Arnreit in der Bezirksliga war. Wie beurteilen Sie seine Arbeit?

Wipplinger: „Bis jetzt sind wir zufrieden mit ihm. Man sieht, dass er es menschlich und fachlich draufhat. Das hat er auch mit Arnreit in der Bezirksliga gezeigt. Zudem hat er selber in einer hohen Liga gespielt. Als Reserve-Trainer arbeite ich viel mit ihm zusammen. Er hat gute Ansichten. Wir hoffen, dass er bleibt, auch wenn die Ergebnisse bislang nicht so passten.“

Ligaportal: Wann die Rückrunde startet, ist ungewiss. Wie halten sich die Spieler ohne Mannschafstraining fit?

Wipplinger: „Wir hatten schon während des ersten Lockdowns Zoom-Meetings, um gemeinsam zu kräftigen, zu dehnen und zu mobilisieren. Zudem haben wir mit der Runtastic-App gearbeitet, um zu sehen, wer die Läufe macht. Beides wird es auch jetzt wieder geben. Man merkt, dass die Mannschaft motiviert ist und jetzt schon Initiative ergreift.“

 

Fotocredit: Union Aigen-Schlägl


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