Trainerwechsel in Stroheim! "Alter Bekannter" übernimmt wieder das Zepter

Nach elf im Frühjahr ergatterten Zählern fuhr die Union Stroheim im Herbst immerhin 17 Punkte ein, nach einem achten Rang in der vergangenen Saison sind die Hausruckviertler aber auch in der aktuellen Spielzeit der 2. Klasse West-Nord im Niemandsland der Tabelle präsent und beendeten die Hinrunde als Siebenter. "Auch wenn wir nicht wirklich vom Fleck kommen, müssen wir in Summe zufrieden sein. Denn im Gegensatz zu anderen Klubs verzichten wir auf Legionäre und setzen traditionell auf die eigenen Spieler", bekräftigt Sektionsleiter Richard Hofmann die Vereinsphilosophie.

 

Erfolgreicher Start und starker Endspurt

Die Kicker aus dem Bezirk Eferding starteten mit einem Sieg gegen Esternberg in die Saison, wussten auch auf der Zielgeraden der Hinrunde zu gefallen und sammelten in den letzten vier Partien zehn Punkte. In den sieben Spielen dazwischen lief es über weite Strecken aber nicht rund, standen in diesem Zeitraum einem weiteren "Dreier" fünf Niederlasgen gegenüber. "Leider hat uns diese schlechte Phase in die untere Tabellenregion gespült, doch am Ende der Herbstsaison hat sich unsere Mannschaft ausgezeichnet präsentiert und das vorhandene Potenzial abgerufen", spricht der Sektionsleiter unter anderem die Nullnummer im letzten Match in Eggerding an, als die Stroheimer dem Herbstmeister beinahe die erste Saisonniederlage beigebracht hätten. 

Stabile Hintermannschaft, aber große Probleme in der Offensive

Der Tabellensiebente feierte auf eigener Anlage drei Siege und behielt in der Fremde zwei Mal die Oberhand. Lediglich die beiden Nachzügler aus St. Willibald und St. Marienkirchen durften weniger Treffer bejubeln, aber auch nur die beiden Top-Teams, Eggerding und Wesenufer, kassierten weniger Gegentore. "Hinten hat es nahezu perfekt funktioniert, doch die fehlende Durschlagskraft unserer Offensive ist seit geraumer Zeit unser größtes Problem. Wir kommen fast in jedem Spiel zu unseren Chancen, mangels Knipser hapert es aber an deren Verwertung", weiß Richard Hofmann, wo der Schuh besonders stark drückt. "Auch wenn uns von der Tabellenspitze neun Punkte trennen, hat nicht viel gefehlt und wären mit ein, zwei Siegen mehr auf Schlagdistanz gewesen".

Trainerwechsel und ein Abgang

Aus beruflichen Gründen beendete Coach Reinhard Klug nach der Hinrunde seine Tätigkeit. Sein Nachfolger ist ein "alter Bekannter", kehrt Stefan Jäger, der im Herbst in Prambachkirchen in die Bresche gesprungen war, wieder an seine alte Wirkungsstätte zurück. "Stefan hat in seiner ersten Amtszeit elf Jahre lang die Verantwortung getragen und hilft bis Saisonende aus", freut sich Hofmann über die Rückkehr des 49-jährigen Übungsleiters. Wähend dem Neo-Trainer keine Neuerwerbung zur Verfügung steht, hat Offensivspieler Maximilian Woflsteiner den Verein Richtung Prambachkirchen verlassen. "Sein Abgang tut besonders weh, zumal er ein Eigengewächs ist und noch dazu zum Lokalrivalen wechselt", meint der Sektionsleiter. "Wir haben im Winter Ausschau nach einem Torwart gehalten, ein möglicher Transfer hat sich jedoch zerschlagen".

Trainingslager in Bad Vigaun - Rangverbesserung erwünscht

Seit 24. Jänner bereitet sich die Union auf die zweite Meisterschaftshälte vor. Nach einer 0:1-Niederlage gegen Kirchberg/Thening ist am kommenden Freitag die ASKÖ Eferding/Faham der nächste Testspiel-Gegner. Während der langen Vorbereitung schlagen die Hausruckviertler ihre Zelte im Salzburger Land auf und halten in Bad Vigaun ein Trainingslager ab. Die Stroheimer wollen sich im neuen Jahr anständig präsentieren und sind um eine Rangverbesserung bemüht. "Vielleicht können wir an die starke Performance vom Ende der Hinrunde anknüpfen. Wir sind aber Realisten und wissen, dass es zu einem Platz ganz vorne in der Tabelle vermutlich nicht reichen wird, den einen oder anderen Rang sollte es aber nach oben gehen", sagt Richard Hofmann. "Wichtig ist, im Frühjahr ordentliche Leistungen abzuliefern, um stabil und selbstbewusst in die nächste Saison gehen zu können".

 

Transferliste 2. Klasse West-Nord 

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