UFC Haibach/Donau: "Es wird nicht einfach, die Chance auf den Ligaverbleib ist aber intakt"

Im Frühjahr startete der UFC Haibach/Donau in der 1. Klasse Mitte eine sensationelle Aufholjagd, fing im Kampf um den Relegationsplatz den Konkurrenten aus Pichling im letzten Moment ab, wusste die zweite Chance zu nutzen, setzte sich im Duell mit Vorderweißenbach durch und kehrte in die Bezirksliga Nord zurück. Einen Stock höher tun sich die Hausruckviertler bislang aber ungemein schwer, konnten im Herbst nur neun Punkte einfahren, wissen in der Tabelle nach der Hinrunde lediglich das Schlusslicht aus Altenberg hinter sich und überwintern als Vorletzter auf einem Abstiegsplatz. "Wir haben gewusst, dass uns eine schwierige Saison erwartet, hätten mit einer Präsenz am Ende der Tabelle aber nicht gerechnet. Mit einem Sieg mehr hätten wir Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle finden können. Auch wenn nicht allzu viele Punkte auf unserem Konto stehen, waren die Leistungen über weite Strecken in Ordnung und sind demzufolge nicht gänzlich unzufrieden", erklärt der stellvertretende Sportliche Leiter, Johannes Baschinger.

 

Schwacher Endspurt und nur 13 UFC-Tore

Nur in Gallneukirchen und in Altenberg fuhr der Aufsteiger einen "Dreier" ein, teilte mit dem Gegner drei Mal die Punkte und musste in den übrigen acht Spielen ebenso viele Niederlagen einstecken. Auf der Zielgeraden der Hinrunde mussten die Kicker aus dem Bezirk Eferding kräftig Federn lassen, ergatterten in den letzten fünf Partien nur einen mickrigen Punkt und rutschten ans Ende der Tabelle. "Nur gegen Freistadt und Lembach waren wir chancenlos und in fast allen anderen Spielen mit den Gegnern auf Augenhöhe. Doch zum einen hat - im Gegensatz zum Frühjahr - ab und an das nötige Glück gefehlt, und zum anderen haben wir einfach zu wenig Tore gemacht", spricht der Funktionär die bislang nur 13 Treffer an. "Die mangelnde Torausbeute ist auch dem Karriereende von Klaus Kaindlstorfer geschuldet, der im Sommer die Schuhe an den Nagel gehängt hat. Zudem hat mit Armin Pumberger ein weiterer Torgarant erst in der zweiten Herbsthälfte ins Geschehen eingegriffen", so Baschinger.

Kein einziger Heimsieg

Sieben der neun bislang gesammelten Punkte holte der UFC in der Fremde, in den sieben bisherigen Heimspielen sprangen aber nur zwei Zähler heraus. "In den vergangenen Jahren waren wir daheim zumeist eine Macht und können uns die verlorengegangene Heimstärke nicht wirklich erklären. Dabei waren wir in einigen Spielen knapp dran, hatten aber nicht das nötige Glück", spricht Johannes Baschinger das 2:2-Remis gegen Oepping an, als die Haibacher eine klare numerische Überzahl nicht nutzen konnten. "Auch gegen Hofkirchen hatten wir einen Sieg vor Augen, haben beim 1:1-Unentschieden aber kurz vor Schluiss den Ausgleich kassiert. Zudem konnten wir zum Herbstausklang, im Sechs-Punkte-Spiel gegen Arnreit, die erhofften big points leider nicht einfahren. Auch wenn die Tabellensituation prekär ist und uns einen anderen Saisonverlauf gewünscht hätten, haben wir die Hoffnung noch nicht aufgegeben und glauben an den Klassenerhalt."

Ex-Kapitän hängt Schuhe an den Nagel - Trainingslager in Schielleiten

In der Winterpause müssen die Kicker ein Heim-Programm absolvieren, ehe Mitte Jänner das offizielle Training wieder aufgenommen wird. Die lange und intensive Vorbereitung beinhaltet auch ein Trainingslager in Schielleiten. Die Reise in die Steiermark wird ein "Urgestein" nicht antreten, hat Markus Damberger nach insgesamt 25 Jahren im UFC-Trikot das Ende seiner Karriere verkündet. "Unser Ex-Kapitän hat uns mitgeteilt, die Schuhe an den Nagel hängen zu wollen. Mit Markus würden wir einen Häuptling verlieren, demzufolge lassen die Verantwortlichen nichts unversucht, ihn umzustimmen", hofft der Funktionär, dass das 32-jährige Eigengewächs zumindest ein halbes Jahr anhängt. "Trotz der aktuen Abstiegsgefahr bleiben wir unserer Philosophie weiterhin treu, setzen auch künftig vorwiegend auf die eigenen Spieler und sehen uns auch in diesem Winter nicht wirklich nach Verstärkungen um".

Erneut in die Relegation?

Nach dem letztjährigen Abstieg und dem sofortigen Wiederaufstieg, stemmen sich die Haibacher gegen den erneut drohenden Gang in die 1. Klasse. Da auf den "Strich" lediglich ein einziger Zähler fehlt und auch das rettende Ufer nur vier Punkte entfernt ist, ist der Klassenerhalt ein realistisches Ziel. "Es wird nicht einfach, die Chance auf den Ligaverbleib ist aber intakt. Auch wenn sich bei uns nichts ändern würde, wäre ein erneuter Abstieg nicht gut, demzufolge setzen wir alles daran, am Ende der Saison auf einem Nicht-Abstiegsaplatz zu stehen. Doch sollte es dazu nicht reichen, würden wir die erneute Relegation in Kauf nehmen und zum dritten Mal in Folge versuchen, die zweite Chance zu nutzen", so Baschinger. "Aber nach den Relegationen in den letzten Jahren, möchten wir nicht schon wieder nachsitzen und hätten gegen eine längere Sommerpause nichts einzuwenden".

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