Meister! Union Putzleinsdorf kehrt nach Derby-Remis in die Landesliga zurück

Zwei Tage nach der Altenberger Heimpleite gegen Lembach war für die Union Putzleinsdorf alles angerichtet, wollten die Mannen von Trainer Adis Mujkanovic den letzten Schritt Richtung Meistertitel in der Bezirksliga Nord setzen. Mit der TSU Hofkirchen/M. war am Samstagabend jedoch ein Gegner zu Gast, der im Kampf um den Klassenerhalt ebenfalls Punkte benötigte. Eine Woche nach einem 1:1-Remis in Arnreit musste sich der seit 9. Oktober 2021 ungeschlagene Ligaprimus erneut mit einem 1:1-Unentschieden begnügen, der eine Punkt reichte der Union jedoch zum Meistertitel. Auch die Hofkirchener hatten nach zweiten Punkteteilung binnen Wochenfrist Grund zur Freude und brachten den Ligaverbleib in trockene Tücher.

 

Höglinger bringt Gäste kurz vor der Pause in Front

Rund 500 Besucher bekamen im Sportzentrum ein knackiges und rassiges Derby zu sehen. Der Tabellenführer fand gut ins Spiel und erarbeitete sich in der Anfangsphase ein leichtes Übergewicht. Mit zunehmender Spieldauer schlich sich bei den Putzleinsdorfern jedoch eine gewisse Nervosität ein. Die Gästeelf von Trainer Peter Wiesinger hingegen investierte viel, wurde immer stärker und durfte sich kurz vor der Pause über den zu diesem Zeitpunkt verdienten Führungstreffer freuen. Nach einem Gestochere reagierte Alexander Höglinger am schnellsten und fixierte mit einem Drehschuss den 0:1-Halbzeit stand.

Union-Torjäger gleicht aus

Auch nach dem Wiederanpfiff von Schiedsrichter Wolfsberger bekamen die Zuschauer ein umkämpftes Derby zu sehen. In Durchgang zwei waren keine zehn Minuten gespielt, als im Sportzentrum die ersten Korken knallten. Nachdem David Berger nur die Stange getroffen hatte, stand Matyas Markytan dort, wo ein Torjäger stehen muss, stellte der 25-jährige Tscheche mit seinem 22. Saisontreffer auf 1:1. Nach dem Ausgleich waren beiden Mannschaft um die Entscheidung bemüht und wollten das Derby gewinnen. Nach rund 75 Minuten war den Teams jedoch bewusst, dass jeweils ein Punkt zum Meistertitel bzw. Klassenerhalt reichen würde. Demzufolge war in der Schlussviertelstunde nicht allzu viel los, sehnte man hüben wie drüben dem Schlusspfiff vorbei. Als es so weit war und der Unparteiische das Match beendete, brachen im Sportzentrum alle Dämme.

Union Putzleinsdorf kehrt nach 14 Jahren in die Landesliga zurück

Das Derby-Remis war die Mujkanovic-Elf die siebente Punkteteilung in dieser Saison. In den übrigen 18 Spielen feierte die Union 15 Siege und zog nur in Vorderweißenbach sowie gegen Altenberg und Lembach den Kürzeren. In den coronabedingt abgebrochenen Meisterschaften standen die Putzleinsdorf am vierten bzw. neunten Tabellenplatz und suchten sich für das Meisterstück quasi die richtige Saison aus. Nach dem Abstieg 2008 dauerte es 14 lange Jahre, ehe der Verein den Sprung in Oberösterreichs zweithöchste Spielklasse schaffte.

Alexander Mager, Sportlicher Leiter Stellvertreter Union Putzleinsdorf:
"Hofkirchen war der erwartet starke Gegner, demzufolge war es ein gerechtes Unetnschieden, zudem hat der eine Punkt beiden Mannschaften geholfen. In einem Derby kommt es nicht oft vor, dass beide Teams mit einem Remis zufrieden sind. Vor der Saison hätten wir nicht damit gerechnet, in die Landesliga zurückzukehren. Wir haben aber gewusst, dass wir über eine starke Mannschaft verfügen, zudem ist es von Beginn an gut gelaufen. Funktionäre, Trainer und Spieler haben darauf hingearbeit und am Samstag das Ziel erreicht. Die erste Feier war heftig, wurde das Vereinsheim erst um sechs Uhr morgens zugesperrt. Da das Wochenende lang ist, werden die Feierlichkeiten aber vermutlich bald wieder Fahrt aufnehmen. Aufgrund der tollen Rückrunde planen wir seit geraumer Zeit zweigleisig und haben auch schon die Zusage vom einen oder anderen Spieler, sodass Verstärkungen im Anflug sind. Grundsätzlich wollen wir jedoch der Meister-Mannschaft die Chance geben, sich in der Landesliga zu beweisen. Da einen Stock höher die Luft dünn ist, müssen wir den Kader aber etwas breiter aufstellen".

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