SK Admira Linz: "Der Amateurfußball hat in Österreich keine Lobby"

Der SK Admira Linz tat sich in der Hinrunde der Landesliga Ost schwer, überwinterte als Achter in der Mitte der Tabelle und war vom "Strich" nur durch vier Punkte getrennt. Die Urfahraner waren bemüht, die Rückrunde positiv zu gestalten, aufgrund des vorzeitigen Abbruches der Saison müssen die Kicker vom Bachlberg aber zurück an den Start. Trainer Stephan Kuranda nahm sich für Ligaportal Zeit für ein Interview und beantwortete aktuell interessante Fragen.

 

Stephan, wie beurteilst Du den bisherigen Verlauf der Corona-Pandemie und wie erwartest Du die weitere Entwicklung?

"Meiner Ansicht nach hat die Regierung richtig gehandelt, zudem waren und sind die Österreicher überaus diszipliniert. Wir alle müssen uns nach den Bestimmungen halten, aufgrund der wirtschaftlichen und sozialen Probleme sowie der positiven Entwicklung der Fallzahlen müssen die Maßnahmen aber zusehends gelockert werden". 

Das ÖFB-Präsidium hat beschlossen, die Saison zu beenden und nicht zu werten. Kannst Du diese Entscheidung nachvollziehen oder hättest Du eine andere Option gewählt?

"Es hätte mehrere Optionen gegeben. Zum einen hätte man die Chance wahren sollen, die Meisterschaft zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen und zu beenden. Und zum anderen wäre meiner Meinung nach die Mitnahme der Punkte in die nächste Saison eine faire Lösung gewesen. Auch die in Österreich beliebte Halbierung der Punkte wäre eine Überlegung wert gewesen".

Kannst Du nachvollziehen, dass der ÖFB der Bundesliga bezüglich Fortsetzung der Saison freie Hand lässt, im Amateur-Bereich aber einmal mehr über die Vereine drübergefahren ist?

"Der Amateurfußball hat in Österreich keine Lobby. Während die Bundesliga vor der Fortsetzung der Saison steht, hört man vom OÖFV gar nichts, ist ein Informationsfluss nicht wirklich vorhanden. Meiner Ansicht nach existiert eine Kommunikation zwischen Verband und Vereinen nicht. Entscheidungen auf der Homepage zu publizieren und irgendwelche Gutscheine in Aussicht zu stellen, ist zu wenig". 

Freut Dich die angekündigte Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes, oder ist ein Training unter den derzeit geltenden Bestimmungen nicht sinnvoll?

"Nach der langen Pause geht es vor allem darum, die sozialen Kontakte zu pflegen und gemeinsam zu arbeiten. Auch wenn das Training unter den derzeitigen Bestimmungen mit Fußball eher wenig zu tun hat, planen wir drei wöchentliche Einheiten, allerdings soll das Training jeweils nur eine Stunde dauern".,

Ist ein Saisonstart im Herbst realistisch?

"Ih bin Optimist und glaube daran. Denn sollte die Entwicklung weiterhin positiv verlaufen und die Fallzahlen gegen null gehen, sollte der Start im Herbst möglich sein. Aus Deutschland kommt ein überaus positives Signal, denn das größte Bundesland, Nordrhein/Westfalen, erlaubt im Amateur-Bereich ab 30. Mai nicht nur den Trainings- sondern auch Spielbetrieb. Allerdiings möchte ich nicht daran denken, dass während der Meistschaft Spieler positiv getestet werden. Wie wird ein Spiel gewertet bzw. wird dann die Saison erneut abgebrochen?"

Wie ist die aktuelle Situation in Deinem Verein? Ist die Kaderplanung für die nächste Saison schon angelaufen bzw. gibt es bereits Veränderungen?

"Die Planungen sind weit fortgeschritten, der SK Admira ist mit den meisten anderen Vereinen aber nicht zu vergleichen. Deenn am Bachlberg setzt man traditionell auf die eigenen Spieler und hält grundsätzlich am bestehenden Kader fest. Punktuelle Veränderungen sind aber nicht auszuschließen, so ist es durchaus möglich, dass wir den einen oder anderen jungen Spieler holen".

 

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