Toller Herbst! SV Schalchen mit bislang erfolgreichstem Abschneiden in der Vereinsgeschichte

In der vergangenen Saison machte der SV HAI Schalchen Bekanntschaft mit dem Abstiegsgespenst und kam nur als 13. ins Ziel, sicherte jedoch den Verbleib in der Landesliga West. Unter Neo-Trainer Robert Pessentheiner, der seit letzten Mai die Verantwortung trägt, zeigt im Innviertel der Pfeil kontinuierlich nach oben, spülte eine Siegesserie die Schalchener bis auf den zweiten Rang, weshalb sich die Verantwortlichen über das bislang beste Abschneiden in der 53-jährigen Vereinsgeschichte freuen dürfen. "Ich habe die Mannschaft am Ende der letzten Saison übernommen, im Sommer einiges verändert und Umstellungen vorgenommen. Darum hat es eine Zeitlang gedauert, bis wir zur nötigen Konstanz und Stabilität gefunden haben, dann ist es aber exzellent gelaufen und konnten uns mit einer Siegesserie in die Winterpause verabschieden", erklärt der erfahrene Coach, der zuvor bei OÖ-Ligist Friedburg tätig war.

 

Nach Auftaktsieg und folgender Pleitenserie, mit bärenstarkem Endspurt

Die Gelb-Schwarzen starteten mit einem überzeugenden 4:0-Sieg gegen Andorf in die Saison, gingen dann aber in Esternberg und Gmunden sowie gegen Munderfing leer aus, ehe die Pessentheiner-Elf in Gschwandt mit einem Remis in der Tabelle wieder anschreiben konnte. "Beim Auftaktsieg war die Leistung ausgezeichnet, dann hat aber die nötige Konstanz gefehlt und bei der bitteren Derbypleite gegen Munderfing war der Spielverlauf für uns unglücklich. Danach haben wir uns zusammengesetzt, die Situation in intensiven Gesprächen analysiert und sind in der Folge in Schwung gekommen", weiß der Coach, der nach nur einem Punkt aus den nächsten beiden Spielen, sich über fünf Siege in Serie freuen konnte. "Schade, dass die Hinrunde zu Ende war, denn im letzten Herbstdrittel hat alles gepasst und hätten vermutlich weitere Dreier nachlegen können".

Nach zunächst vielen Gegentoren, hat hinten des Öfteren die Null gestanden

Der Tabellenzweite feierte auf eigener Anlage und in der Fremde jeweils vier Siege. Obwohl vier Teams mehr Treffer erzielten und sogar sieben Mannschaften weniger Gegentore kassierten, sind die Schalchener der erste Verfolger des souveränenen Herbstmeisters aus Gmunden. "Die in Summe zu vielen Gegentore sind vor allem der Pleitenserie am Beginn der Saison geschuldet. Danach hat hinten des Öfteren die Null gestanden. Vorne hätten wir gerne ein paar Tore mehr gemacht, konnten aber den einen oder anderen 1:0-Sieg feiern und etliche enge Spiele für uns entschieden", weiß Robert Pessentheiner. "Die Freude über den in Summe tollen Herbst ist riesengroß, zumal die bislang beste Platzierung in der Vereinsgeschichte vor der Saison nicht zu erwarten war. Aber wie eng und umgkämpft die Liga ist - sieht man vom Herbstmeister ab - kann man daran erkennen, dass wir, hätten wir das letzte Match in Schärding verloren, auf Rang sieben hätten überwintern müssen".

Neuer Torjäger und drei Abgänge - Trainingslager in Kärnten

Im Bezirk Braunau wurde am vergangenen Dienstag das Training wieder aufgenommen. Neben zahlreichen Einheiten und etlichen Testspielen beinhaltet die Vorbereitung auch ein Trainingslager in Faak am See, das Mitte Februar abgehalten wird. Die Reise nach Kärnten wird auch eine Neuerwerbung antreten. Mit Amir Hadzic wechselt ein 22-jährige Goalgetter zum SV, der unter anderem in Ostermiething und zuletzt in Plainfeld aktiv war. "Hadzic wurde in der Red Bull Schule exzellent ausgebildet und hat in der letzten Saison in der Salzburger Landesliga über 30 Tore erzielt", ist der Trainer von den Qualitäten des Torjägers überzeugt. "Darüberhinaus wird sich voraussichtlich nichts tun, sind im Winter keine weiteren Transfers zu erwarten". Neben Filip Avramovic, der nach Mattighofen wechselt, stehen im Frühjahr auch Matheus Chagas de Oliveira und Caua Santos Silva - die beiden Brasilianer kicken fortan gemeinsam in Rumänien - nicht zur Verfügung.

Intensive und spannende Rückrunde mit acht Heimspielen

Obwohl die Innviertler der Rückrunde eigentlich entspannt entgegensehen könnten, zumal das Abstiegsgespenst anderen Vereinen in die Augen blickt und der mögliche Aufstiegs-Relegationsplatz aufgrund der aktuellen Konstellation kein Thema ist, nehmen sich die Schalchener für die zweite Meisterschaftshälfte viel vor. "Die in der Tabelle hinter uns platzierten Mannschaften konnten im Herbst annähernd genauso viele Punkte sammeln wie wir, demzufolge erwartet uns eine ebenso spannende wie intensive Rückrunde. Auch wenn der Vizemeistertitel grundsätzlich nicht unser Anspruch ist, setzen wir alles daran, den eroberten zweiten Rang zu behaupten", so Pessentheiner, der einen möglichen Joker ortet. "Im Frühjahr erwarten uns acht Heimspiele - und sollten wir unsere gewohnte Heimstärke an den Tag legen können, ist einiges möglich. Wir wollen uns auch im neuen Jahr im Vorderfeld der Tabelle positionieren und wären zufrieden, sollten wir am Ende im oberen Drittel landen".

 

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