Goalgetter Florian Spitzer verlässt den SK Schärding – sportlicher Leiter Andreas Michl im Interview

Durch seine herausragende individuelle Qualität zeigte sich Florian Spitzer seit seinem Wechsel im Sommer 2018 mit beneidenswerter Regelmäßigkeit für die spielentscheidenden Szenen des SK Waizenauer Schärding verantwortlich. Ein Stürmer mit Tempo und Tiefgang, dem in seiner ersten Spielzeit für den aktuell Fünftplatzierten der Landesliga West 22 Volltreffer gelangen. Zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs 2019/20 waren es satte 16 gewesen. Völlig überraschend trennen sich nun die Wege des SK Schärding und des antritts- wie abschlussstarken Offensivakteurs, der in einer höheren Liga eine neue Herausforderung sucht, sich gegenwärtig aber noch in Gesprächen befindet. Ligaportal.at bat den sportlichen Leiter Andreas Michl zum Interview.

 

Ligaportal: Florian Spitzer wird nicht länger auf Torejagd für den SK Schärding gehen. Wie ist es dazu gekommen?

Michl: „Der Verein und der Spieler haben sich darauf geeinigt. Das Ganze geschah in beiderseitigem Einverständnis. Wir sind im Guten auseinandergegangen.“

Ligaportal: Wie wollt ihr diesen Abgang kompensieren?

Michl: „Arian Kadaj ist zum Beispiel nach seinem Kreuzbandriss wieder fit. Er ist für uns wie ein Neuzugang, weil er in der Hinrunde kein einziges Match absolviert hat. Zudem halten wir die Augen nach einem zentralen Stürmer offen. Ich bin bereits mit einem Akteur aus einer höheren Liga in Kontakt. Es sieht gut aus, ich kann aber noch nicht Vollzug melden.“

Spitzer1

Ligaportal: Zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs wart ihr Tabellenführer. Nun überwintert ihr als Fünfter – mit einem Spiel weniger als der Spitzenreiter aus Andorf. Hat sich die Qualität geändert?

Michl: „Die Qualität ist ziemlich ähnlich wie im letzten Herbst, als wir an der Spitze standen. In der Corona-Pause gab es keinen großartigen Leistungsabfall. Der Unterschied ist, dass wir in der Vorsaison einige Spiele souveräner gewonnen haben. Florian Spitzer war da aber auch in einer Überform. Bislang haben wir zu viele Chancen ausgelassen.“

Ligaportal: Ist die mangelnde Chancenauswertung der zentrale Punkt, wenn es um Verbesserungsbedarf für das Frühjahr geht?

Michl: „Ja. Wenn Florian Spitzer vier Tore hat, der zweite Stürmer Marko Radojicic zwei und Verteidiger Laszlo Safar fünf, wissen wir, wo wir ansetzen müssen. Bis auf zwei Spiele – das erste gegen Pettenbach und das letzten gegen Gmunden – haben wir wenige Gegentore kassiert. Die Defensive war also nicht so unstabil.“

Schärding Team

Ligaportal: Für das Frühjahr sind mehrere Szenarien möglich. Es könnte sein, dass die Meisterschaft planmäßig durchgezogen werden kann. Die Entwicklung der Pandemie könnte aber auch lediglich die Austragung der noch ausstehenden Hinrundenmatches erlauben. In welchem Fall sind eure Aufstiegschancen größer?

Michl: „Grundsätzlich wollen wir trotz des Abgangs von Florian Spitzer bis zum Schluss vorne mitspielen. In den zwei Nachtragspartien hätten wir mit Kammer und Sattledt zwei leichtere Gegner. Da wären also die Chancen da. Trotzdem wollen wir die Meisterschaft natürlich fertigspielen. Das wäre am fairsten.“

 

Fotocredit: SK Schärding

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