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Entscheidung gefallen – So reagieren die Teams der Abstiegszone in der OÖ-Liga

Saisonabbruch, Annullierung, keine Auf- beziehungsweise Absteiger: Der Verband hat entschieden. Obgleich die meisten Amateurvereine mit einer derartigen Vorgangsweise gerechnet haben, fallen die jeweiligen Reaktionen doch recht unterschiedlich aus. In einer zweiteiligen Serie hörte sich Ligaportal.at bei den Vertretern der Oberösterreich-Liga um, die von jener Entscheidung tendenziell am ehesten betroffen sind. Den Start machen die Mannschaften der Abstiegszone.

 

ASKÖ Donau Linz (Sportmanager Kurt Baumgartner)

Wie habt ihr die Entscheidung aufgenommen?

„Mir war es schon klar, als die ersten Runden abgesagt wurden. Ich hoffe, dass wir bald mit dem Training beginnen können. Sonst weiß ich nicht, wie es finanziell weitergeht. Ich hoffe, dass das, was im Fernsehen angedeutet wird, auch so kommt, die Vereine also eine finanzielle Unterstützung bekommen.“

Ist es die fairste Lösung?

„Es ist die vollkommen richtige Entscheidung. Ich hätte auch nichts dagegen gehabt, wenn die Teams, die vorne stehe, aufsteigen dürfen. Man weiß aber nicht, ob sie das auch gewollt hätten.“

Nach dieser Entscheidung dürft ihr in der kommenden Saison fix wieder in der Oberösterreich-Liga spielen. Braucht es weitere Verstärkungen, um konkurrenzfähiger zu werden?

„Wir müssen das Finanzielle durchgehen und schauen, wie das Budget für die neue Saison aussieht. Ich gehe davon aus, dass uns die Sponsoren treu bleiben. Kürzungen wird es aber geben. Wir müssen uns mit dem Trainer zusammensetzen und den Kader planen. 90% der Spieler werden bleiben.“

Fussball Askoe Donau Linz vs Union Edelweiss Linz 20.10.2017 17

Union Mondsee (Trainer Christoph Mamoser)

Wie habt ihr die Entscheidung aufgenommen?

„Es kam nicht überraschend nach den Berichten, die man zuvor lesen konnte. Es hat sich abgezeichnet.“

Ist es die fairste Lösung?

„Nein. Die Vereine, die sich in den letzten Monaten viel erarbeitet haben, sind jetzt die Leidtragenden. Die Verantwortlichen haben sich aber sicherlich intensiv mit mehreren Varianten beschäftigt. Sie sind nicht ohne Grund zu diesem Entschluss gekommen. Rechtlich und organisatorisch war es wohl die sinnvollste Entscheidung.“

Nach dieser Entscheidung dürft ihr in der kommenden Saison fix wieder in der Oberösterreich-Liga spielen. Braucht es weitere Verstärkungen, um konkurrenzfähiger zu werden?

„Grundsätzlich hätten wir das gern sportlich gelöst. Der Klassenerhalt wäre im Frühjahr die oberste Prämisse gewesen. Dass es nun so kam, ist schade. Wir sind aber froh. Was den Kader betrifft, bin ich der Meinung, dass wir mit den Entscheidungen, die im Winter getroffen wurden, auf dem richtigen Weg sind. Wir haben das Potential, dass wir in dieser Liga eine gute Rolle spielen können.“

DSC 1349

DSG Union Perg (Trainer Gerhard Obermüller)

Wie habt ihr die Entscheidung aufgenommen?

„Es waren natürlich einige Optionen möglich, aber damit war schon zu rechnen.“

Ist es die fairste Lösung?

„Es gibt keine gerechte Lösung für alle. Für uns ist es natürlich ein Glücksfall. Als Sportsmann tut es mir aber leid. Wir wollten das auch sportlich lösen. Die Teams, die vorne stehen, werden sich aufregen. Was den Amateurfußball betrifft, hätte ich mir etwas mehr erwartet – bessere, konkretere Aussagen. Warum ist es nicht möglich, dass auch wir zum Beispiel in Kleingruppen trainieren?“

Nach dieser Entscheidung dürft ihr in der kommenden Saison fix wieder in der Oberösterreich-Liga spielen. Braucht es weitere Verstärkungen, um konkurrenzfähiger zu werden?

„Natürlich brauchen wir Verstärkungen. Der Kader ist klein. Wenn Schlüsselspieler wie Markus Derntl, Jürgen Scharsching, Lukas Kragl oder Attila Varga ausfallen, bekommen wir Probleme. Wenn du zudem nur mit zwölf Spielern trainierst, wird es in der Meisterschaft schwierig. Es ist aber immer eine Frage der finanziellen Mittel. Wir sind im Sommer schon mit der Devise in die Meisterschaft gegangen, dass wir schauen, wie es sich mit den jungen Spielern entwickelt. Im Winter haben wir noch einmal Korrekturen vorgenommen. Bislang ist uns nur ein Sponsor abgesprungen. Ich persönlich wäre dankbar für jede Verstärkung.“

Fussball DSG Union Perg vs SV Grieskirchen 26.10.2018 14

Fotocredit: Harald Dostal, Uwe Winter 


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