Anton Pfeffer als Gastkommentator

Noeliga.at, das Internetportal für Niederösterreichs Amateurfußball, anton_pfeffer_klein.jpgbegrüßt mit Stolz einen prominenten und fachkundigen Neuzugang im Team, der wöchentlich die Situation rund um die 1. NÖN Landesliga sowie den Fußball im Allgemeinen analysieren und kommentieren wird. Anton Pfeffer - Urgestein der Wiener Austria und 63-facher österreichischer Nationalspieler - bereichert mit seinem Sachverständnis und seiner Kompetenz das taufrische Online-Medium und fügt dem Angebot die Rolle des Experten hinzu. Als Startschuss hat noeliga.at einleitend die Karriere von Anton Pfeffer unter die Lupe genommen und portraitiert die lange Erfolgsgeschichte des niederösterreicherischen "Rambos".   


Vom SV Türnitz zu Austria Wien
Im Jahre 1975 schnürte der damals 10 Jahre alte Anton Pfeffer erstmals seine Fußballschuhe als Stürmer beim beschaulichen SV Türnitz (Bezirk Lilienfeld) in Niederösterreich, ehe er 1985 als 20-Jähriger zur Wiener Austria wechselte und sich rasch den Status des beinharten und kompromisslosen Verteidigers erarbeitete. Anton Pfeffer war lange Jahre Kapitän von Austria Wien, absolvierte insgesamt 395 Pflichtspiele in 16 Saisonen bei den Wienern (24 Tore), gewann vier Meisterschaften (1986, 1991-1993), war vier Mal Pokalsieger (1986, 1990, 1992, 1994) und wurde nicht zu Unrecht mit dem Prädikat des Urgesteins bei den Favoritnern versehen.

Nationalmannschaftsehren
Nach seinem Teamdebüt 1988 gegen Griechenland brachte der Mann mit dem violetten Herzen insgesamt 63 Länderspiele (1 Tor) für Rot-Weiß-Rot über die Bühne. Bei den Weltmeisterschaften 1990 in Italien und 1998 in Frankreich war Anton Pfeffer ein wesentlicher Bestandteil der österreichischen Nationalmannschaft. Die Teamkarriere endete schließlich unrühmlich mit dem berühmt-berüchtigen 0:9-Debakel gegen Spanien, wobei er sich in der Halbzeitpause auf die Frage "was in der zweiten Halbzeit noch möglich sei?" mit dem legendären Sager "hoch wermas nimma g'winnen" verewigte.

Rambo - das Original
Ebenso populär wie der genannte Ausspruch ist der Spitzname von Anton Pfeffer - nämlich "Rambo". Vergleiche mit der billigen Imitation John Rambo, der vom König des Gemetzels Sylvester S. verkörpert wurde, sind rein zufälliger Natur. Die Geschichte hinter "Rambo" Pfeffer ist eine weit interessantere. Im Rückspiel der 1. Runde des UEFA-Cups 1987/88 gegen Bayer Leverkusen schickte Trainer Karl Stotz den 22-Jährigen zum ersten Mal von Beginn an auf das Feld, nachdem Josef Degeorgi für dieses Rückspiel ausgefallen war. Nach der 1:5-Hinspielklatsche erreichten die Wiener im Praterstadion ein 0:0 gegen die Leverkusener und Peter Linden verpasste Anton Pfeffer anschließend in Anlehnung an den famosen Abwehrspieler von Bayern München - Hansi Pflügler - den Spitznamen "Rambo".

Kurzstop Trainerkarriere
Im Sommer 2000 beendete Anton Pfeffer seine Spielerkarriere bei der Wiener Austria, ein Jahr später kehrte er aber in anderer Funktion auf den Platz zurück. Am 12. August 2001 übernahm er in Koproduktion mit Walter Hörmann zusammen die Betreuung des violetten Teams. Das Engagement wurde allerdings abrupt am 21. Dezember 2001 wieder aufgelöst.

Dienst und Verdienst in Niederösterreich
Neben seiner beratenden Tätigkeit beim Erstligisten SKNV St. Pölten arbeitet Anton Pfeffer hauptberuflich im Sportreferat der niederösterreichischen Landesregierung. Im Jahr 2000 wurde Anton Pfeffer für seine sportlichen Erfolge mit dem Silbernen Ehrenzeichen des Landes Niederösterreich gewürdigt.            

   

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