Bundesliga-Erfahrung für Krems

Für die Kremser Mannschaft lief es in der kuriosen Herbst-Meisterschaft nach verkorkstem Beginn nach Wunsch. Kleine Änderungen brachten den Erfolg ins Sepp-Doll-Stadion zurück. Somit lachen die Wachauer von der Tabellenspitze. Aber auch die anstehende Transferzeit kann Trainer Björn Wagner mit einem großen Grinsen angehen.

Kein Wunder, denn mit Michael Ambichl bekam der Kremser Coach schon eine gewaltige Verstärkung. "Einen Spieler mit so einer Qualität muss man einfach nehmen", freut sich Wagner auf die Zusammenarbeit mit dem Ex-Profi, der zuletzt in St. Pölten unschön aussortiert wurde. Ambichl wird bis zum Sommer an der Seite seines Ex-Kollegen Lukas Thürauer spielen. "Luki hat uns gesagt, dass er im Sommer aufhören wird. Aber vielleicht überlegt er es sich noch einmal, wenn es ihm mit Ambichl viel Spaß macht."

Hackl weg, Fragezeichen beim Tormann

Nicht mehr mit an Bord ist Patrick Hackl, der sich einen neuen Verein sucht. "Jeder Spieler stellt sich selbst auf", spielt Wagner auf mangelnde Trainingseinstellung beim Kremser Urgestein an. "Nur, weil er neun Jahre lang beim Verein war, kann ich ihn nicht jedes Mal spielen lassen." Hackl hat bis jetzt noch keinen neuen Verein gefunden. Die Qualität für ansprechende Aufgaben ist ihm aber nicht abzureden. Ein Fragezeichen steht noch hinter Torhüter Robert Gruber. "Er ist so ein netter Kerl, der Herbst ist aber nicht für ihn gelaufen", weiß Wagner. Denn in Runde zwei nahm der Trainer eine Rochade im Tor vor, gab Anton Pfaller grünes Licht. Seither lief es in Krems. "Ich kann Robert verstehen. Er will natürlich spielen."