WSV-ATSV Ranshofen: "Es darf im Frühjahr alles passieren, nur kein weiterer Abstieg"

Vor zwei Jahren war der WSV-ATSV Ranshofen (damals gemeinsam mit dem FC Braunau) noch in der Landesliga aktiv, ehe die Innviertler zwei Mal in Folge absteigen mussten. Auch in der 1. Klasse Süd-West konnten die Ranshofener das Ruder bislang nicht herumreißen, sammelten im Herbst nur neun Punkte, wissen in der Tabelle lediglich die Kicker aus Aurolzmünster hinter sich und überwintern erneut in der Abstiegszone. "Wir haben gewusst, dass es nicht einfach wird, hätten aber gedacht, uns von der gefährlichen Zone fernhalten zu können und wollten eigentlich eine ruhige Saison absolvieren. Doch vor allem aufgrund von zahlreichen Verletzungen bzw. Ausfällen stehen wir jetzt wieder dort, wo wir in den letzten Jahren waren", erklärt Walter Leitner, der seit eineinhalb Jahren als Co-Trainer tätig ist.

 

Unglücklicher Saisonstart - schwächste Offensive der Liga

Die Mannen von Coach Szabolcs Biro konnten lediglich gegen zwei Aufsteiger (gegen St. Pantaleon und in Aurolzmünster) einen Sieg feiern, teilten mit dem Gegner drei Mal die Punkte und gingen in den übrigen acht Spielen leer aus. "Nach dem Abstieg hatten wir uns viel vorgenommen, mussten am Beginn der Saison aber drei knappe Niederlagen einstecken. Und nach dem missglückten Start hatten wir mit dem Verletzungsteufel zu kämpfen, zudem hat im Herbst auch das nötige Glück gefehlt. Darum ist uns die Trendwende leider bis heute nicht gelungen", so Leitner. Während immerhin sechs Teams mehr Gegentore kassierten, traf der ATSV nur 16 Mal ins Schwarze und stellt die schwächste Offensive der Liga. "Neben den vielen Ausfällen war die fehlende Durchschlagskraft unser größtes Problem und sind des Öfteren an der mangelnden Chancenverwertung gescheitert. Eines der wenigen Erfolgserlebnisse war das Match in Aurolzmünster, als wir das Spiel drehen und big points einfahren konnten", weiß der Co-Trainer. "Wir hätten uns einen anderen Saisonverlauf gewünscht, doch wie in den vergangenen Jahren brennt der Hut auch heuer wieder".

Vier neue Kräfte und zwei Abgänge

Seit letzten Dienstag bereitet sich der Vorletzte auf den Abstiegskampf vor. Nach einer 0:6-Niederlage gegen Landesligist Schalchen ist am kommenden Samstag die Union Aspach/Wildenau der nächste Testspiel-Gegner. Neben Razvan Galdeanu (Gurten 1b) und Moritz Bevelander (Hochburg/Ach) stehen mit Franck Matondo (Friedburg) und David Praszna (Lieferinger SV) auch zwei neue Offensivkräfte zur Verfügung. "Wir haben auf die Probleme vor dem gegnerischen Tor reagiert und hoffen, mit den Verpflichtungen von Matondo, der vor einigen Jahren schon einmal in Ranshofen aktiv war, und Praszna die Mängel ausmerzen zu können. Mit seinen 38Jahren ist Franck nicht mehr der Jüngste, verzeichnete im Hertbst aber Einsätze in der OÖ-Liga, ist topfit und weiß, wo das Tor steht", erwartet sich Walter Leitner vom ungemein erfahrenen Stürmer, der vor seinem Engagment in Friedburg auch in Kammer und Schwanenstadt tätig war, einiges. Neben Leonid Covanaj (Neukirchen/Enknach) ist im neuen Jahr auch Patrick Hubner, der im Herbst ausgegholfen hatte, nun aber die Schuhe endgültig an den Nagel hängt, nicht mehr dabei. "Ich denke, dass wir uns vor allem in der Offensive ausgezeichnet verstärkt haben. Zudem hoffen wir, dass der eine oder andere Langzeitverletzte im Frühjahr wieder zur Verfügung steht", spricht der Co-Trainer den etatmäßigen Kapitän Niklas Piechl an, der aufgrund einer schweren Knieverletzung unfreiwillig pausieren muss.

Intensiver und spannender Abstiegskampf

Die Ranshofener schweben in aktuer Abstiegsgefahr, ans rettende Ufer fehlen aktuell aber nur zwei Punkte, weshalb der Ligaverbleib ein realistisches Ziel ist. "Wir wissen, was uns erwartet und werden um den Klassenerhalt vermutlich bis zum Schluss kämpfen müssen. Es geht zunächst darum, Selbstvertrauen zu tanken und in der Rückrunde besser zu starten als im Herbst", so Leitner. "Auch wenn es schwierig wird, verfügen wir über ein gewisses Potenzial und können - sollten wir weitgehend verletzungsfrei bleiben und der gesamte Kader zur Verfügung stehen - fast jeden Gegner schlagen. Da in der unteren Hälfte der Tabelle die Mannschaften eng beisammenliegen, ist einiges möglich und wollen den einen oder anderen Platz nach oben klettern. Es darf im Frühjahr alles passieren, nur kein weiterer Abstieg".

 

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