"Wir sind eigentlich ganz schlecht gestartet." - Hajrudin Hajric, sportlicher Leiter des SV Obernberg im Interview

Der SV Obernberg überwinterte auf dem elften Tabellenplatz und damit dem ersten gesicherten Rang der 1. Klasse Süd-West. Bei zwölf erspielten Zählern aus elf Partien beträgt der Vorsprung zum ersten möglichen Abstiegsplatz zwar nur drei Punkte, Rang sieben ist dagegen ebenfalls nur zwei Zähler entfernt. Demnach steht die Mannschaft von Volker Salletmayr vor einem spannenden Frühjahr, egal auf welche Weise die Saison beendet wird. Ligaportal.at sprach Hajrudin Hajric, dem sportlichen Leiter des SV, über die vergangenen Monate.

Ligaportal: Die Herbstrunde ist nun geschlagen, wie lässt sich die erste Saisonhälfte bislang analysieren?

Hajric: „Wir sind eigentlich nicht gut gestartet, haben die ersten vier Partien allesamt verloren aber dann doch etwas den Turnaround geschafft. Nach dem Sieg in Runde fünf ist es uns demnach gelungen, uns wieder zu steigern und gut zu punkten. Darum war es schließlich für uns auch etwas Schade, dass die Saison dann unterbrochen werden musste, war die Mannschaft gut drauf und hätten wir womöglich noch ins Mittelfeld der Tabelle vorstoßen können. Wir haben doch auch einige junge Spieler in unseren Reihen, die brauchen natürlich etwas Zeit, wenngleich die Mannschaft sich wirklich stetig gesteigert hatte. Demgegenüber sind wir mit unseren beiden Legionären aus Tschechien nicht zufrieden, diese zwei Spieler werden in Zukunft auch nicht mehr bei uns spielen.“

Ligaportal: Sie sprechen schon zwei Abgänge an. Wird sich im Winter personell noch etwas tun?

Hajric: Weitere Abgänge wird es aller Voraussicht nach nicht geben. Wir sind momentan an zwei Spielern dran, um die beiden frei gewordenen Kaderplätze neu zu besetzen. Da sind wir uns eigentlich schon ziemlich einig, wenngleich ich noch keine Namen nennen möchte. Hier wird sich womöglich nur noch entscheiden, ob wir die Spieler schon jetzt im Winter holen oder erst im Sommer, wenn die neue, hoffentlich „normale“ Saison startet. Da muss ich in den nächsten Tagen noch abwägen, wie es weitergehen könnte mit der aktuellen Meisterschaft. Auch auf der Trainerposition sind wir nun auf der Suche nach einer langfristigen Lösung, haben wir hier leider die nächste Baustelle. Nach aktuellem Stand werde ich bis Sommer die Mannschaft wieder betreuen, danach soll aber wieder jemand übernehmen, der das Team über einen längeren Zeitraum weiterbringen kann.“

Ligaportal: Wie wird die aktuelle Saison nun ein Ende finden können?

Hajric: „Schwierig zu beantworten. Die Unsicherheit ist natürlich für alle sehr bitter und erschwert für jeden Funktionär die Arbeit noch einmal zusätzlich. Ich gehe mal davon aus, dass wir nicht vor April mit dem Training beginnen werden dürfen, danach stehen noch die Nachtragsspiele an, ehe im Anschluss dann wahrscheinlich die Meisterschaft nach einem Durchgang gewertet wird.“

Ligaportal: Wie gelingt es in dieser ungewissen Zeit, die Motivation bei den Spielern hochzuhalten?

Hajric: „Wir hätten in dieser Woche eigentlich mit dem Training beginnen wollen, dies konnte nun natürlich nur selbstständig erfolgen. Ich habe selbst lange Fußball gespielt. Als Spieler ist dir sowieso bewusst, dass du im Winter individuell deine Hausaufgaben machen solltest. Der eine ist da engagierter, der andere weniger. Außerdem wird es während dem Lockdown zuhause eh schon so fad, da bleibt den Spielern oft nichts anderes übrig, als rauszugehen und Laufeinheiten zu absolvieren. In den letzten Tagen erreichen mich aber immer öfter Anrufe von Spielern, die fragen, wann es denn losgehen könne, ob ich denn schon Infos für sie hätte. Das zeigt mir, dass die Spieler unbedingt wieder spielen möchten und der Fußball jedem schon abgeht.“

Ligaportal: Der Herbst war natürlich auch in der Abwicklung von Trainings und Heimspielen einzigartig und durchaus fordernd. Wie seid ihr mit dieser Situation zurechtgekommen?

Hajric: „Ehrlich gesagt hat das ganz gut gepasst. Bei den Spielen hatten wir für die Gäste einen eigenen Eingang, eine eigene Ausschank, um hier den Kontakt deutlich zu reduzieren. Sicher war das eine durchaus komische Situation, heute würde ich mich aber freuen, wenn es auf solche Weise wieder möglich wäre, dass wir weitermachen können. Aus meiner Sicht wird da das Unterhaus etwas vernachlässigt, wenn du siehst wie sich die Menschen vor den Skiliften tummeln, Fußball aber nicht möglich ist. Wir hoffen aber alle, dass es bald wieder losgeht.“

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