"Hatten so viele Zuschauer wie seit 10 Jahren nicht mehr" - Union Zell/Moos Sektionsleiter Robert Schindlauer im Interview

Eine durchwachsene, aber zugleich auch solide Hinserie lieferte die Union Raiffeisen Zell am Moos in der 2. Klasse Süd ab. Mit vier Siegen und ebenso vielen Remis und Niederlagen rangiert die Elf von Übungsleiter Marcel Lettner im Winter im sicheren Tabellenmittelfeld des Klassements. Nachdem die Union einen Auftakt nach Maß feierte, vier ungeschlagene Partien en Suite mitumfassend, hatte man mit Fortlauf der Saison mit immer größeren Verletzungssorgen zu kämpfen und konnte folglich nicht mehr wirklich Fahrt aufnehmen. Großes Manko in dieser Spielzeit war und ist zudem zweifelsohne die triste Bilanz in der Fremde: Auf ungewohntem Terrain konnte die Union lediglich zwei Zähler ergattern. Mit der Rückkehr einiger Stammkräfte soll im Frühjahr wieder in die Erfolgsspur gefunden werden. Ligaportal.at sprach mit Robert Schindlauer, Sektionsleiter in Zell am Moos.

 

Ligaportal.at: Mit sechzehn Punkten befindet sich man momentan in Tabellenmittelfeld. Wie lautet Ihr Fazit?

Schindlauer: „Wir haben ganz gut in die Saison gefunden. Dann mussten wir immer mehr mit Verletzungen kämpfen und haben oftmals zu wenig Punkte gemacht. Da schmerzen einige Spiele wie zum Beispiel jenes gegen Oberwang, wo wir nach einer Führung die Partie zum Schluss noch aus der Hand geben. Kleinigkeiten haben oftmals den Unterschied gemacht.“

Ligaportal.at: Wie war der Umgang mit der speziellen Situation aufgrund der Pandemie innerhalb der Mannschaft?

Schindlauer: „Wir waren im Sommer sehr froh, dass wir wieder spielen können. Auch die Maßnahmen vom Verband haben wir immer super umgesetzt. Das Positivste an der Situation aber war, dass wir so viele Zuschauer wie seit zehn Jahren nicht mehr hatten. Die Leute waren einfach froh, dass sie einmal aus den eigenen vier Wänden kommen. Das hat natürlich auch die Stimmung im Team deutlich angekurbelt.“

Ligaportal.at: Konnten Sie den Stopp des Fußball-Unterhauses Anfang November nachvollziehen?

Schindlauer: „Bei uns war nur noch eine Partie ausständig. Die Salzburger haben ja bereits zwei Wochen vor uns die Saison unterbrochen, da hat es mich gewundert, dass wir solange noch weiterspielen. Letztendlich war der Abbruch okay, der Fußball sollte dahingehend in dieser Zeit keine Sonderbehandlung bekommen, finde ich. Nichtsdestotrotz bin ich gespannt, ob wir im Frühling wieder spielen können. Ich befürchte nämlich einen dritten Lockdown im Februar oder März. Für die Kampfmannschaft wäre ein erneuter Abbruch nicht sehr schmerzhaft, umso mehr aber für die Reserve, die sich seit zehn Jahren wieder einmal auf Meisterkurs befindet.“

Ligaportal.at: Welche Spuren hat die Pandemie in finanzieller Hinsicht bei Ihrem Verein hinterlassen?

Schindlauer: „Wir nagen nicht am Zahnfleisch. Dennoch haben wir gewisse Fixkosten, die uns nicht erspart bleiben. Wir sind zudem enorm von unseren jährlichen Festen abhängig, die konnten wir allesamt nicht veranstalten. Das sind natürlich große Beträge, die uns momentan fehlen. Mit dem Zuwachs an Zuschauern konnten wir dies ein wenig kompensieren, dennoch bleibt uns kein großer finanzieller Spielraum.“

Ligaportal.at: Was sind die Ziele für die Frühjahrssaison?

Schindlauer: „Das absolut Wichtigste wird die Weiterentwicklung unseres Spielsystems unter unserem Trainer Marcel Lettner sein, das hat bis dato noch nicht zur Gänze gegriffen. Vor allem die Aktionen nach vorne müssen wir konsequenter vollenden. Zudem werden einige Verletzte zurückkommen, da haben wir dann auch wieder mehr Möglichkeiten. Tabellarisch werde ich jetzt aber keine Vorgaben setzen.“

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