St. Georgen-Sektionsleiter trotz fünftbester Torausbeute: "Abschluss unser größtes Manko"

st georgen-gusen tsvAuf den ersten Blick scheint die Analyse des Sektionsleiters des TSV St. Georgen an der Gusen ein wenig überraschend. Spricht Franz Mittermaier doch von enormen Schwächen in der Chancenauswertung. Angesichts von 27 Saisontoren und damit der fünftbesten Offensive der Liga kommt diese Kritik nicht unbedingt erwartungsgemäß. "Wir haben aber bei fünf von sechs Saisonpleiten mit nur einem Tor Unterschied verloren. Da war der Torabschluss unser großes Manko ", belegt der Funktionär seine Aussagen. Mit Rang zehn nach der Herbstsaison zeigt man sich nicht zufrieden, allerdings hatten die St. Georgener einige verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen.

"Hatten jedes Spiel im Griff - aber Chancen nicht genützt"

Nur drei Mal gingen die Mannen von Coach Andreas Wögerbauer vor dem gegnerischen Tor leer aus, neun Mal erzielte der TSV zwei oder mehr Treffer. Dennoch sieht Sektionsleiter Franz Mittermaier in puncto Torabschluss enorme Schwächen in der Mannschaft: "Die Chancenauswertung ist unser größtes Manko, da müssen wir uns unbedingt steigern. Wir hatten eigentlich jedes Spiel im Griff, die Torausbeute hat jedoch nicht gestimmt." Und untermauert seinen Kritikpunkt mit den fünf der sechs Saisonniederlagen. Wo man sich jeweils mit einem Tor Unterschied geschlagen geben musste, die Chancenverwertung zu wünschen übrig ließ. 

Zwei Defensivspieler als Lösung für Offensivproblem?

Bei der Aufbesserung dieser Bilanz werden die beiden Neuzugänge nur wenige direkte Beteiligungen verzeichnen. Kommen doch zwei Defensivspezialisten in der Winterpause nach St. Georgen. Markus Povacz wechselt vom SK Vorwärts Steyr an die Gusen. In der abgelaufenen Hinrunde absolvierte er jedoch keinen Einsatz, ist bereits seit Sommer vom Spielbetrieb abgemeldet. Davor hatter der Abwehrspieler seine Schuhe für den Landesligisten Union Perg geschnürt. Während Ricardo Pupek im Herbst sechs Partien in der 1. Klasse Mitte in den Beinen hatte. Wo er für die 1b des ASKÖ Donau aktiv war. Auch er ist ein Mann für die Defensivabteilung.

Sektionsleiter Mittermaier erhofft sich dadurch auch Auswirkungen auf die Offensive: "Einerseits geht es darum, Stabilität zu bekommen, das ist das Um und Auf. Andererseits kann Ronald Riepel damit wieder ins Mittelfeld vorrücken. Er musste oft hinten aushelfen, das hat sich im Spiel nach vorne bemerkbar gemacht."

Leistungsträger fehlten

Grund für Riepels Einsätze im Abwehrbereich waren zahlreiche Ausfälle. "Sehr viele Spieler haben verletzungsbedingt gefehlt. Das Problem war, dass es vor allem die Hauptfiguren und Leistungsträger getroffen hat ", berichtet Franz Mittermaier. Wodurch das Ziel, 21 Punkte zu erreichen, klar verfehlt wurde. Mit 15 Zählern liegen die St. Georgener auf Rang zehn. "Wir sind nicht zufrieden ", stellt der Funktionär klar.

Im Frühjahr will man noch einige Plätze gutmachen. Die Top acht sind das Ziel, einen guten Start hält Mittermaier für unabdingbar. Und hofft auf die Qualitäten von Coach Andreas Wögerbauer: "Es ist jetzt die Aufgabe des Trainers, eine Mannschaft zu formen. Er ist bereits auf dem besten Wege dazu. Mit seinem Vorgänger Gerold Sturm hat es leider nicht so gepasst, er hatte andere Vorstellungen. Wögerbauers Philosophie ist, den Ball nicht lange zu halten, sondern schnell von hinten nach vorne zu spielen." Dort sollten die Bälle in der Rückrunde auch öfter im Tor landen - damit der TSV nicht nur statistisch gesehen die fünftbeste Offensive stellt.

Christoph Gaigg 

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