Sticheleien im Abstiegskampf: Gramastetten-Sektionsleiter über Konkurrent verwundert

gramastetten svDas zweite Jahr nach dem Aufstieg ist traditionsgemäß eines der schwierigsten. So auch beim SV Gramastetten. Vergangene Saison noch auf Platz vier, findet man sich nach der aktuellen Hinrunde nur auf dem elften Rang wieder. Der Abstiegskampf ist bittere Realität geworden. Die Lage ist angespannt, Sektionsleiter Heinrich Pammer zeigt sich über den unmittelbaren Konkurrenten Union Pregarten verwundert. Im Kampf um den Klassenerhalt gibt er sich für sein Team optimistisch.

Verwunderung über Union Pregarten

Eines vorweg: Auf dem Transfermarkt will der SV Gramastetten nicht aktiv werden. Man vertraut auf das bestehende Spielermaterial. Und will trotz des schwierigen Abstiegskampfes verstärkt auf die Jungen setzen. "Wir wollen ihnen die Chance auf Einsätze nicht durch Neuverpflichtungen verbauen ", erklärt Sektionsleiter Heinrich Pammer.

Und wundert sich über so manche Konkurrenten: "Ich bin wirklich äußerst überrascht über die vielen Transfers von Union Pregarten. Ich frage mich, wie diese Mannschaft die Stammspieler-Regelung erfüllen kann, nachdem sie ja schon im Sommer ordentlich eingekauft hatte."

Zur Erklärung: Als Stammspieler gelten jene Akteure, die drei Jahre in Folge beim selben Verein aktiv sind. Acht Spieler mit diesem Status müssen bei jedem Team auf dem Spielbericht stehen.

Personalnot im Herbst

Kurios: Die angesprochene Union aus Pregarten ist einer der direkten Konkurrenten des SV im Kampf um den Klassenerhalt, liegt unmittelbar hinter der Truppe von Coach Gert Trafella. Unabhängig davon ist Sektionsleiter Pammer vom erfolgreichen Klassenerhalt seiner Truppe überzeugt: "Es wird ein harter Kampf, aber wenn man sich die Qualität ansieht, die wir haben, ist es in jedem Fall machbar." Zumal die Trafella-Elf noch über dem Strich steht. Drei Punkte berägt der Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Dass man sich nach Rang vier im letzten Jahr überhaupt im Abstiegskampf wiederfindet, begründet der Funktionär vor allem mit der großen Personalnot: "Im Vergleich zum Sommer mussten wir die halbe Mannschaft ersetzen. Abgänge, Verletzungen, Sperren - das haben wir mit unserem kleinen Kader nicht verkraftet. Wir waren dadurch enorm geschwächt, obwohl wir eine Reihe von hochwertigen Einzelspielern im Team haben." 

Besonders schwer wiegte das Karriereende von Kapitän Markus Pargfrieder und der verletzungsbedingte Ausfall von Benjamin Gaffl. Er hatte sich einen Kreuzbandriss zugezogen, hatte über die gesamte Hinrunde gefehlt.

"Haben gewusst, dass es schwer wird"

Für Heinrich Pammer kommt die derzeitige Lage ohnehin nicht überraschend: "Wir hatten vorher schon gewusst, dass heuer ein schwieriges zweites Jahr auf uns zukommen würde. So ist es dann auch gewesen. Jetzt ist unser großes Ziel, den Klassenerhalt zu schaffen ", betont der Funktionär nochmals. 

In der Hinrunde hatte man vor allem Mitte der Saison eine Schwächephase zu verzeichnen, als man vom sechsten Spieltag an fünf Mal en suite als Verlierer vom Platz ging. Hoffnung verlieh dagegen das 3:0 zum Hinrundenabschluss über Schweinbach. Diesen Schwung gilt es nun, in die Startphase der Frühjahrssaison mitzunehmen. Damit die Gramastettner unter anderem die Union Pregarten in Schach halten können - auch ohne Neuverpflichtungen.

Foto-Slide: Harald Dostal (www.sport-bilder.at)

Christoph Gaigg

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