Bezirksliga Süd

Thalheim: Perfektes Debüt für Neo-Trainer Reinmayr

Drittes Spiel, dritter Sieg – die Union Thalheim ließ sich auch durch den Trainerwechsel (Ex-Teamspieler Hannes Reinmayr löste am vergangenen Donnerstag Ralf Dotter ab) nicht aus der Bahn werfen und fertigte in der Bezirksliga Süd im Derby die abstiegsbedrohte Union OHLER Estriche Steinerkirchen mit 3:0 ab. Liridon „Toni Doppelpack“ Abdullahu und Martin Dollinger, die beide bereits in der Vorwoche beim 5:4-Erfolg in St. Marienkirchen/Polsenz getroffen hatten, schossen Thalheim bis auf einen Punkt an Tabellenführer ATSV Stadl-Paura (1:2 gegen Bad Wimsbach) heran.

"Im Großen und Ganzen war die Leistung schon in Ordnung. Jetzt muss nur noch ein Rad in das andere greifen“, sagte Thalheims prominenter Neo-Coach Hannes Reinmayr nach dem 3:0-Sieg in Steinerkirchen und seiner perfekten Premiere. Erst wenige Stunden vor dem Anpfiff lernte der ehemalige Champions-League-Held von Sturm Graz seine neue Mannschaft kennen. Die Aufstellung überließ der 41-Jährige deshalb dem verletzten Kapitän Karl Klement und Ex-Sportchef Christian Haslgruber. Das Duo vertraute dieses Mal auf Abwehrchef Christian Reiter-Kofler, musste allerdings aufgrund der Stammspieler-Regelung auf Tobias Klein verzichten. Michael Oos, durch die Ausfälle von Klement und Weinberger zum Kapitän des beinahe unsinkbaren Schiffs erklärt, stand nach seiner überstandenen Sperre wieder zwischen den Pfosten.

Mit Hannes Reinmayr als moralische Unterstützung auf der Trainerbank und einer breiten Brust von zwei Siegen zum Auftakt legte die Union Thalheim in Steinerkirchen gleich los wie die Feuerwehr. Die Gastgeber, bei denen Ex-Thalheim-Spieler Michael Milich ein ständiger Unruheherd war, konnten nur 20 Minuten lang die Partie offen halten. Dann tankte sich Liridon Abdullahu auf der linken Seite durch und traf mit einem scharfen Schuss ins lange Eck zur 1:0-Führung der Thalheimer. Nur sieben Minuten danach bewies Martin Dollinger bei einem Heber aus 20 Metern viel Gefühl und es stand 0:2. Damit war die Partie frühzeitig entschieden. Steinerkirchen fehlte einfach die Qualität, um die Thalheimer ernsthaft zu gefährden. Die Reinmayr-Elf hatte das Spiel immer unter Kontrolle. Ein Distanzschuss kurz vor der Pause, den Keeper Oos über die Querlatte drehte, war die einzige nennenswerte Möglichkeit der Hausherren.

Auf der anderen Seite vergaben Dollinger und Ismir Jamakovic in der zweiten Halbzeit einen höheren Sieg. Viel besser machte es Abdullahu, der in der 91. Minute mit dem Tor zum 3:0 den Schlusspunkt in dieser einseitigen Begegnung setzte. Es war sein zweiter Doppelpack in Folge. Ob dem 28-Jährigen im „Spiel des Jahres“ gegen den ATSV Stadl-Paura sein Doppelpack-Hattrick gelingt?


Samstag, 16.30 Uhr:  Union Thalheim - ATSV CAFE LUNA Stadl-Paura

Für mehr Zündstoff hätte die Union Thalheim vor dem „Spiel des Jahres“ in der Bezirksliga Süd gegen Tabellenführer ATSV CAFE LUNA Stadl-Paura  nicht sorgen können. Und auch das Drehbuch dazu hätte aus der Feder von Kult-Regisseur Alfred Hitchcock stammen können: Während Thalheim unter Ex-Trainer Ralf Dotter und Nachfolger Hannes Reinmayr die ersten drei Spiele für sich entscheiden konnte, zeigten die Stadlinger Nerven und holten nur vier Zähler. Der Rückstand der Reinmayr-Elf beträgt somit nur noch einen einzigen Punkt – mit einem Sieg im direkten Duell würde man das erste Mal in der Klub-Geschichte an der Tabellenspitze der Bezirksliga Süd stehen und dem großen Traum vom erstmaligen Aufstieg in die Landesliga einen kleinen Schritt näher kommen. Es ist also alles angerichtet, für dieses absolute Schlagerspiel, zu dem 700 Zuschauer erwartet werden.

Das spricht für die Union Thalheim:
Mit dem Trainerwechsel wehte noch einmal ein frischer Wind durch die Mannschaft und auch Ex-Champions-League-Spieler Hannes Reinmayr brennt bei seinem Heim-Debüt darauf, drei Punkte zu holen. Die Qualität in der Mannschaft ist vorhanden, um den Tabellenführer zu stürzen – zuletzt fiel sogar Tobias Klein der Stammspieler-Regelung zum Opfer und musste auf der Tribüne Platz nehmen. Unklar ist, ob Kapitän Karl Klement und Kult-Spieler „Chicci“ Weinberger nach ihren Verletzungen auflaufen können, und welcher „Kracher“ dieses Mal nicht im Kader stehen wird. Besinnen kann sich die Union Thalheim auf ihre Heimstärke, denn als einziges Team in der Liga musste man vor heimischer Kulisse noch keine Niederlage einstecken. Zuletzt verlor man am 5. Juni 2010 ein Heimspiel (mit 2:5). Der Gegner damals? Richtig: Der ATSV Stadl-Paura.

Das spricht für den ATSV Stadl-Paura: Trainer Albert Kabashi braucht seine Mannschaft gegen die Union Thalheim nicht zusätzlich heiß zu machen. Elvis Ramakic, Miroslav Fabry, Mario Kastner und Co. sind bis in die Haarspitzen motiviert, Thalheim ungeschlagen zu verlassen. Dieses Spiel ist auch ein Duell vieler Individualisten. Einer davon sorgte in der Vergangenheit schon öfters für Kopfschmerzen bei den Thalheimern: Genadi Petrov, im Vorjahr von den OÖ Nachrichten als erfolgreichster Torschütze im Unterhaus mit dem Goldenen Schuh ausgezeichnet, ist der personifizierte „Thalheim-Schreck“: In den jüngsten beiden Duellen traf er gleich sieben Mal und führte sein Team jeweils zu Siegen. Und auch dieses Mal will der Bulgare für strahlende Gesichter bei den mitreisenden Fans aus Stadl-Paura sorgen.


Bericht und Fotos: Thomas Waage

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