Union Gilgenberg: "Wollen die Abgänge adäquat ersetzen"

Die Fans der Union Gilgenberg durften sich 2022 über eine starke Performance ihrer Mannschaft freuen. In der vergangenen Saison eroberten die Innviertler den Vizemeistertitel und hatten nur zwei Punkte weniger am Konto als der Landesliga-Aufsteiger aus St. Marienkirchen/Wallern. Auch in der aktuellen Meisterschaft der Bezirksliga West sind die Mannen von Trainer Felix Scharinger ausgezeichnet unterwegs, beendeten die Hinrunde am zweiten Rang und wissen in der Tabelle lediglich den überraschenden Herbstmeister aus Munderfing vor sich. "Das vergangene Jahr war sportlich überaus erfolgreich, dementsprechend groß ist die Freude darüber. Aus sportlicher Sicht wäre die Landesliga natürlich reizvoll, unserem aktuellen Kader fehlt jedoch die nötige Breite, weshalb wir einen Aufstieg nicht mit der letzten Konsequenz anstreben", erklärt Sektionsleiter Dominik Hauck.

 

Nur eine einzige Niederlage, aber sechs Unentschieden

Während der Herbstmeister sich in der Hinrunde gleich vier Mal geschlagen geben musste, zogen die Gilgenberger bislang nur im Match gegen Landesliga-Absteiger Dorf den Kürzeren. Die Scharinger-Elf feierte sechs Siege, teilte mit dem Gegner aber ebenso oft die Punkte und avancierte zum "Remis-König" der Liga. "Wir trauern einer üppigeren Punkteausbeute nicht wirklich nach, denn aufgrund von Verletzungen hatten wir zum Teil mit massiven Personalproblemen zu kämpfen. Dennoch ist es ausgezeichnet gelaufen und haben nur ein einziges Mal verloren", spricht der Sektionsleiter auch davon, dass das Reserve-Team ab und an mit nur neun oder zehn Akteuren antreten konnte.

In der Fremde noch ungeschlagen - Torfabrik der Liga

Die Kicker aus dem Bezirk Braunau feierten vier Heimsiege, setzten sich auswärts zwei Mal durch und sind in dieser Saison, ebenso wie die Kicker aus Senftenbach, in der Fremde noch ungeschlagen. Während gleich sieben Mannschaften weniger Gegentore kassierten, stellt die Union die Torfabrik der Liga - Milos Bilic und Marco Ovesny zeichneten für 21 der insgesamt 37 Gilgenberger Treffer verantwortlich. "Mit unserer bärenstarken Offensive konnten wir die aufgrund der Ausfällle fehlende Stabilität der Hintermannschaft kompensieren", so Hauck. "Die zu vielen Gegentore sind auch dem Fehlen von Frederick Svarovsky geschuldet, der sich am Beginn der Saison am Oberschenkel verletzt hat. Mit Tobias Maier musste ein weiterer Innenverteidiger verletzungsbedingt unfreiwillig pausieren. Und Lukas Dicker, der für die Mannschaft ungemein wichtig ist, ist nach einem Kreuzbandriss noch nicht fit. Dafür ist der 19-jährige Defensivspieler Andreas Mauracher auf einem guten Weg und hat sein Talent unter Beweis gestellt. In Summe sind wir mit dem bisherigen Abschneiden überaus zufrieden und konnten die Leistungen aus der letzten Saison bestätigen".

Vier Abgänge - Trainingslager in Kroatien

Ab dieser Woche steht in Gilgenberg Intervall-Training auf dem Programm, den offiziellen Teil der Vorbereitung nimmt der Aufstiegsaspirant am 21. Jänner in Angriff. Die intensive Aufbauzeit beinhaltet auch ein Trainingslager, das Anfang März in Opatija abgehalten wird. Die Reise nach Kroatien werden vier Akteure nicht antreten. Nicht zuletzt aufgrund seiner zehn Tore machte Marco Ovesny im Herbst auf sich aufmerksam und möchte im neuen Jahr sein Können bei OÖ-Ligist Ostermiething unter Beweis stellen. Auch die Spitzwieser-Brüder sind in der Rückrunde nicht dabei. Während Fabian mit Verletzungen zu kämpfen hatte und in Hochburg-Ach Spielpraxis sammeln möchte, wechselt Philipp aus familiären Gründen zu Liga-Konkurrent St. Martin. Auch Günter Kerschdorfer verlässt die Union. Der etatmäßige Kapitän des Reserve-Teams kickt in Mauerkirchen künftig in einer Kampfmannschaft. "Mit diesen Abgängen wurde unser überschaubarer Kader weiter dezimiert. Wir sind bestrebt, die Abgänge zu kompensieren und führen darum seit geraumer Zeit Gespräche mit möglichen Verstärkungen, konnten bislang aber noch keine Transfers tätigen", hofft Dominik Hauck, dass in den nächsten Tagen bzw. in der kommenden Woche weißer Rauch aufsteigt.

"Fühlen uns in der Bezirksliga gut aufgehoben"

Obwohl der amtierende Vizemeister erneut als Zweiter überwintert, wird in Gilgenberg der Ball flach gehalten. "Natürlich wollen wir in die starken Leistungen des vergangenen Jahres anknüpfen und weiterhin vorne mitmischen. Doch wie bereits angesprochen, fehlt unserem Kader die nötige Breite, zudem fühlen wir uns in der Bezirksliga gut aufgehoben, weshalb wir einen möglichen Aufstieg nicht mit aller Macht anstreben. Sollte der Aufstieg am Ende aber doch passieren, hätten wir auch nichts dagegen", so Hauck. "Das Primärziel ist jedoch, sich im Frühjahr anständig zu präsentieren und den eroberten Platz im oberen Drittel der Tabelle zu behaupten. Auch wenn aufgrund der aktuellen Tabellensituation viel möglich ist, sind andere Mannschaften zu favorisieren. Den FC Munderfing hatten die Experten vor der Saison nicht am Zettel, der Herbstmeister hat im Sommer jedoch Top-Transfers getätigt und geht nun mit breiter Brust in die entscheidende Phase der Meisterschaft. Meiner Ansicht nach sind auch die Kicker aus Neumarkt sehr hoch einzuschätzen - und auch den USV Eggelsberg und die Union Dorf sollte man auf der Rechnung haben".

 

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