Jungstar „Viki“ Felber schaffte mühelos den Aufstieg in die Top-Liga!

Von Zweitligisten Union Geretsberg wechselte Viktoria „Viki“ Felber im Sommer 2020 zum Planet Pure Frauen-Bundesligisten FC Bergheim. Nch 11 Einsätzen für den Tabellenfünften im Herbst  führte das  „Ligaportal“ mit dem großen Talent aus dem Innviertel das folgende ausführliche Gespräch:

 

 Viki, wann und wo hat Du Deine Fußball-Laufbahn begonnen?

„Ich stamme aus einer sehr fußballbegeisterten Familie, denn mein Papa, meine Mama Sivia (früher bei Mattighofen aktiv), mein Bruder und meine Schwester Michelle spielten oder spielen Fußball. Schon mit 5,6 Jahren nahm mich mein Papa, der auch meine Schwester trainierte, auf den Sportplatz mit und da habe ich dann angefangen, zu kicken“.

Wer hat Dich von Beginn an am meisten gefördert?

„Natürlich Papa, aber auch meine Schwester und die Trainer bei Mattighofen. Michelle war sehr wichtig, als ich mit 14 bei Union Geretsberg begonnen habe, sie hat schon dort gespielt und mir sehr geholfen, den Anschluss zu finden“.

Zählen zu Deinen bisher größten Erfolge der Cupsieg 2018 und der Vizemeistertitel mit Geretsberg?

„Ganz sicher, denn mit 15 kamen diese Ereignisse für mich sehr früh und außer den sportlichen Aspekten habe ich mich dort sehr wohl gefühlt. Wir waren wie eine Familie, wo wir uns alle füreinander da waren und immer viel Spaß miteinander hatten. Ich habe mich mit Trainer Andy Meindl super verstanden, er verstand es meisterlich, uns zu motivieren".

 Warum bist Du gewechselt, wie schwer ist es Dir gefallen?

"Von der Frauenakademie in St. Pölten wurde mir ans Herz gelegt, es in der höheren Spielklasse zumindest zu versuchen, um mich weiter zu entwickeln, deshalb habe ich mich dann dazu, allerdings schon schweren Herzens, zum Transfer  entschlossen. Aber es ist mir sehr schwergefallen, weil ich dort große Erfolge mit der Mannschaft feiern konnte  und mich bei der Union Geretsberg sehr gut aufgehoben fühlte".

Verfolgst Du noch die Ergebnisse von Kapitänin Sara Rausch und Co?

„Ja sicher, auch wenn es im Herbst nicht immer nach Wunsch geklappt hat, drücke ich ihnen für den Frühjahrsdurchgang die Daumen; dass sich mehr Erfolge einstellen".

Wurde Dir die Aufnahme in Salzburg durch die übrigen Oberösterreicherinnen erleichtert?

„Es ist mir generell leichtgefallen, denn von der Akademie kannte ich ja schon einige Spielerinnen

und auch aus meiner bisherigen Laufbahn waren mir neue Teamkolleginnen schon bekannt. Alle waren sehr nett. Trainer Andreas Strasser ist ein sehr guter Coach, der nett ist und auch für Spaß zu haben ist, aber mit dem richtigen Augenmaß auch weiß, wann er streng sein muss“.

Wie unterscheiden sich Spielweise, Tempo, Technik, Härte zwischen 1. und 2. Liga?

„Im Durchschnitt ist in jedem Bereich die Differenz das berühmte „Alzerl“, das dann „oben“ trotzdem noch mehr vorhanden ist“.

Worüber hast Du Dich im Herbst am meisten gefreut?

„Dass wir eine gute Saison gespielt haben, auf Platz 5 gelandet sind und uns als stärkstes Team der zweiten Tabellenhälfte erwiesen haben. Trotz des 1:3 gegen das Star-Team des SKN St. Pölten haben wir bewiesen, dass wir phasenweise mitspielen können und nicht halt Bergheim, die Mannschaft von „da unten“ sind“.

Nach Zeitungsberichten habt Ihr für die lange Autofahrt ins Burgenland im Herbst gesammelt, seid Ihr erfolgreich gewesen?

„Ja, wir haben das Geld zusammengebracht, aber wegen des Ausfalls des „Future-League“-Spiels wegen Corona letztendlich den Betrag noch nicht benötigt, werden ihn aber anderweitig verwenden, wenn es wieder möglich ist und uns auf alle Fälle artig bedanken.“

Was bedeutet für Dich „Fußball“?

„Er war für mich immer eminent wichtig, das große gemeinsame Interesse für Fußball hat uns als Familie immer geeint, wir haben alle nur möglichen Übertragungen gemeinsam genossen mit allen Höhen und Tiefen. Ich habe viele Freunde und Freundinnen durch das Kicken kennengelernt, neue Kontakte geknüpft und wichtige Erfahrungen gesammelt. Im Spiel selbst wird man vor unvorhersehbare Situationen gestellt und muss sie meistern, das weitet den Blick und macht offener. Fußball ist für mich Teamsport und gleichzusetzen mit „Familiensport“, wo man alles für den anderen macht und sich gegenseitig hilft. Mein Leben ist ohne Fußball nicht vorstellbar“.

Bisher hast Du 57 Spiele absolviert, und nur 1 gelbe Karte kassiert, für eine Abwehrspielerin ist das ein ausgezeichneter Wert, wie schaffst Du das?

„Das weiß ich auch nicht so genau (schmunzelt), aber ich bemühe mich, mit Fouls möglichst sparsam umzugehen und vorher andere Lösungen zu suchen. Die Gegnerinnen sollen nicht verletzt werden, das kann ja mit bösen Blessuren enden“.

Deine Lieblingsposition im Spiel?

„Ist schwer zu sagen, aber es wird wahrscheinlich Außenverteidigerin mit Offensivdrang sein. Ich habe aber auch schon als Torfrau „ausgeholfen“, Hauptsache, ich kann meiner Mannschaft helfen“.

Hattest Du bisher schon schwere Verletzungen?

„Ich bin von den „Klassikern“ wie Kreuzband- oder Meniskus-Problemen bisher Gottlob verschont geblieben, hatte aber vor einiger Zeit mit einem Handicap im Hüftbereich zu kämpfen“.

Wie hast Du überhaupt den Start an der Fußball-Akademie in St. Pölten erlebt?

„Ehrlich, am Beginn war der Internatsbetrieb für mich gewöhnungsbedürftig, aber wenn man den Rhythmus mit abwechselndem straffem Schulbetrieb und den Trainings einmal gefunden hat, ist der Tagesablauf ohne weiteres zu meistern“.

Bist Du auch schulisch in der Hauptstadt Niederösterreichs erfolgreich?

„Ja, es geht mir gut, derzeit besuche ich die 4. Klasse und habe noch 2 Jahre vor mir. Probleme habe ich nicht, weil ich schon aus dem Unterricht sehr viel Lernstoff „speichere“ Dadurch muss ich keinen großen Lernaufwand betreiben“.

Welche Schulkolleginnen aus Oberösterreich lernen auch an der Akademie?

„Annabel Schasching absolviert derzeit ihr letztes Jahr; Isabel Schneiderbauer und Isabell Aistleitner sowie Jana Rauch als Jüngste vertreten Oberösterreich außer mir“.

Wie und wann geht es bei Euch mit dem Unterricht weiter?

„Ab 11. Jänner haben wir wieder Online-Unterricht, aber normales Training“.

Wie hältst Du Dich aktuell fit?

„Hauptsächlich mit Laufen, am Ergometer und mit Kraft-Training, Skifahren meide ich wegen der Verletzungsgefahr“.

In der ÖFB U 16- Auswahl hast Du im Mai 2018 debütiert?

„Ja, ich war sehr froh, an diesem coolen Turnier teilnehmen zu können, wir haben sogar gewonnen. Gesundheitlich folgte dann ein gewisses Auf und Ab“.

Wenn Dir die berühmte „gute Fee“ im neuen Jahr 3 Wünsche erfüllen würde, wie würden sie lauten?

„Ganz toll wäre es, wenn sich das Virus endgültig verabschiedet, um wieder halbwegs normal und ohne Rücksicht darauf trainieren und spielen zu können. Dann würde ich mr wünschen, meine Ziele für die Zukunft realisieren zu können und außerdem wäre es auch ein großes Anliegen von mir, genügend Zeit für meine Familie, mein Freund/innnen und meine Verwandten zu haben.

Für Deine Geduld und Zeit möchte ich mich herzlich bedanken und und Dir Alles Gute für Deinen weiteren Lebensweg wünschen!

Bringt ihre Offensiv-Kolleginnen mit präzisen Vorlagen immer wieder in Front: Viktoria "Viki" Felber (Rücken-Nummer 22, Foto: privat)

 

Dr. Helmut Pichler

 

 

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