Große Umfrage – Dieses Team enttäuschte am meisten!

Aufgrund des neuerlichen Lockdowns war Herbst der Oberösterreich-Liga von kürzerer Dauer als normalerweise. Und trotzdem war er lange genug, um Tendenzen abzuleiten – in vielerlei Hinsicht. Welche Mannschaft spielte den besten Fußball in der Hinrunde? Wer war die positive Überraschung? Wer enttäuschte unterdessen? Wer ist der kompletteste Torjäger? Ligaportal.at hörte sich bei allen 16 Vereinen um und präsentiert in einer mehrteiligen Serie die Ergebnisse. Nun liegt der Fokus auf den Teams, die den Ansprüchen nicht gerecht wurden.

 

Anspruch und Realität klaffen arg auseinander

Der dritte Teil des Votings brachte einen klaren Sieger hervor: Der SV Bad Schallerbach holte den – in diesem Fall unrühmlichen – ersten Rang mit 87% aller Stimmen. Nachdem Coach Erich Renner übernommen hatte, erwischte das Team noch einen guten Start, feierte drei Siege in den ersten fünf Partien. Vieles sprach dafür, dass man der Favoritenrolle, in welche man zunächst aufgrund der extrem namhaften Transfers von der Konkurrenz womöglich etwas gedrängt worden war, durchaus gerecht werden würde. Dann kam alles ganz anders. Es setzte eine Negativserie von gigantischem Ausmaß ein. Die folgenden fünf Spiele verlor man allesamt. Bei den nächsten zwei Punkteteilungen war nur eine marginale Verbesserung ersichtlich. Eine insgesamt ernüchternde Hinserie schloss man dann mit einem 0:4 gegen die Union Edelweiss ab, welche man nicht einmal in Ansätzen richtig fordern konnte. Somit überwintert der SV Bad Schallerbach auf dem bescheidenen 14. Rang – zwei Punkte vor der Abstiegszone. Der Vorletzte aus Grieskirchen hat aber zwei Partien weniger bestritten.

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Ursachenforschung

Die Gründe für beschriebene Ergebniskrise sind vielschichtig: Ausfälle wichtiger Stützen der Mannschaft setzten dem Kader enorm zu. Junge, zweifelsohne talentierte und engagierte, aber einfach noch zu unerfahrene Spieler sprangen dafür in die Presche. Ein Stück weit musste dann Lehrgeld bezahlt werden. Insbesondere in der Defensive häuften sich die Personalsorgen – ein Grund für die Flut an Gegentoren. 29 derer sind Ligahöchstwert. In der Offensive konnte man indes nicht die Durchschlagskraft an den Tag legen, welche das Team in der Vergangenheit stets ausgezeichnet hatte. Der SV Bad Schallerbach tut aber gut daran, in dieser komplizierten Situation nicht die Nerven zu verlieren und vorschnelle Entscheidungen zu treffen. Man setzt auf Kontinuität, sprach Trainer Erich Renner das volle Vertrauen aus.

 

Stimmen für zwei weitere Teams

Die ASKÖ Donau Linz und der Tabellennachzügler aus Perg erhielten jeweils eine Stimme. Die Kleinmünchner ließen über weite Strecken des Herbstes die gewünschte Konstanz vermissen. Immer wieder wurde die durch Siege gerade aufkommende Euphorie umgehend zerstört. Teils heftige Niederlagen sorgten dafür, dass man sich nie wirklich entscheidend von der Abstiegszone entfernen konnte. Dazu gesellte sich eine eklatante Auswärtsschwäche: Von den sieben Partien in der Fremde gewann man keine einzige, verlor fünf und kassierte insgesamt 19 Gegentore. Die Situation der DSG Union Perg ist indes etwas anders gelagert: Die Mühlviertler wussten von Anfang an, dass es eine ganz schwierige Saison werden würde und der Klassenerhalt nach den tiefgreifenden Veränderungen und namhaften Abgängen im Sommer das einzige realistische Ziel ist. Dass der Kontakt zum rettenden Ufer aber so früh verloren ging, überraschte dann doch. Acht Pleiten setzte es in den zwölf Runden des Herbstes. Nur neun Tore gelangen.

 

Fotocredit: Uwe Winter


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