Ardagger wünscht sich mehr Informationen

Aus Ardagger kommen derzeit keine guten Nachrichten: Denn in kaum einem Ort in Niederösterreich haben sich so viele Leute mit dem Corona-Virus infiziert wie in Ardagger. Sektionsleiter Wolfgang Riesenhuber lässt sich aber dennoch nicht unterkriegen, sieht positiv in die Zukunft.

Insgesamt 35 Personen sind derzeit in Ardagger vom Covid-19-Virus infiziert. "Wir sind der Hotspot. Ich kenn fast alle", so Riesenhuber. Auch deswegen, weil viele Freunde seines Stammklubs betroffen sind. Die treffen sich immer Freitags, zuletzt am Matchtag gegen Waidhofen. "Deshalb war ich nicht dort", hatte Riesenhuber wohl Glück, gerade noch dem Krankenbett entkommen zu sein. Stattdessen unternimmt der im Mostviertel beliebte Sportartikel-Verkäufer selbst viel Sportliches. Und dient damit als Vorbild für seine Spieler. Mit denen er bald reden wird müssen. "Die meisten Leihverträge laufen Ende Mai aus. Eigentlich müsste sich der Verband darum kümmern, dass die Verträge automatisch bis Saisonende verlängert werden. Sofern die Saison zu Ende gespielt wird." Daran glaubt aber kaum jemand. "Selbst wenn wir Anfang Mai starten können, müssten wir ja schon zwei Wochen vorher mit dem Training beginnen können." Unglaubwürdig, wenn man bedenkt, dass der Höhepunkt der Virus-Welle erst zwischen Mitte April und Mitte Mai zu erwarten ist.

Wie geht es weiter?

Mehr Informationen wünscht sich Riesenhuber vom Verband. "Bis jetzt sind nur die Spiele bis zum 13. April abgesagt. Danach soll es normal weitergehen. Das kann ich aber nicht glauben." Dass der Verband bisher kaum Informationen an die Vereine weitergibt, ist natürlich kritisch zu sehen.

Keine Sorgen macht sich Riesenhuber, wenn er an den SCU Ardagger denkt. "Ich denke, dass wir diese Situation ohne große Probleme meistern werden. Wir haben schließlich kaum Ausgaben, natürlich auch keine Einnahmen." Gespräche mit Sponsoren müssen aber nun gerade jetzt geführt werden.