Union Schweinbach: "Die ideale Mischung fehlt"

Im Vorjahr war die Union Schweinbach in der Bezirksliga Nord aktiv, kam nur als Letzter ins Ziel und musste den Gang in die 1. Klasse Nord-Ost antereten. Einen Stock tiefer tun sich die Mannen von Trainer Rainer Friedinger bislang schwer, sammelten in der Hinrunde nur 15 Punkte und überwintern als Achter lediglich vier Zähler über dem Strich. "Nach einem Abstieg ist es bekanntlich nicht einfach, zudem hat sich im Sommer der Kader einigermaßen verändert. Auch wenn zumeist fünf 18-Jährige in der Startelf stehen und die Mannschaft sehr jung ist, hätten wir uns einige Punkte mehr am Konto erhofft und wollten von den hinteren Plätzen weiter weg sein", erklärt der Coach.

 

Holpriger Start und zu viele Unentschieden

Der Absteiger kam schwer aus den Startblöcken und ergatterte in den ersten drei Runden nur einen Punkt. Nach einem Kantersieg in Bad Kreuzen kam die Union nicht entscheidend vom Fleck, standen in den nächsten sieben Spielen zwei weiteren Siegen ebenso viele Niederlagen gegenüber, ehe die Schweinbacher in den letzten beiden Partien mit dem Gegner jeweils die Punkte teilten. "Wir wollten gut starten und hatten dazu auch die Chance, wie in fünf anderen Begegnungen reichte es im ersten Match, gegen Tragwein, aber nur zu einem Remis. Im gesamten Herbst waren wir in fast keinem Spiel die schlechtere Mannschaft und haben auch nur vier Mal verloren. Aber zum einen konnten wir lediglich drei Siege feiern, und zum anderen sind die vielen Unentschieden für die Katz", so Friedinger.

 

Nur ein Heimsieg

Der Achtplatzierte feierte immerhin zwei Auswärtssiege, die Friedinger-Elf konnte von sechs Heimspielen aber nur ein einziges gewinnen. "Normalerweise sollte man jene Punkte, die man benötigt, am eigenen Platz holen, konnten vor heimischer Kulisse bislang aber nur sechs Zähler sammeln. Auch wenn es am Ende der Hinrunde ganz gut gelaufen ist, haben uns die beiden Unentschieden zum Herbstausklang nicht weitergeholfen und hätten mit einem Sieg mehr etwas ruhiger überwintern können. Die Platzierung entspricht in etwa unserem aktuellen Leistungsvermögen, die Abstiegszone ist aber nicht weit entfernt. Allerdings trennt uns vom Fünften aus Schönau nur ein einziger Zähler", hofft der Trainer, dass es im neuen Jahr in die richtige Richtung geht.

 

Vermeintliche Neuerwerbung ist nicht dabei - ein Abgang

Mit Jiri Sifalda hätte ein zentraler Mittelfeldspieler im neuen Jahr ins Union-Trikot schlüpfen können, der 30-jährige Tscheche kehrte jedoch, wie Miroslav Syrovatka, in seine Heimat zurück. "Jiri hat in Schweinbach gearbeitet und im Herbst mehrmals bei uns mittrainert. Da er einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen hat, wäre er eine absolute Verstärkung gewesen und haben ihn angemeldet. Aus privaten Gründen kehrte Sifalda aber nach Tschechien zurück und gehen ohne Neuerwerbung in die Rückrunde", spricht Rainer Friedinger von einer angespannten Personalsituation. Denn mit Paul Gassner (Kreuzbandriss) und Simon Erhart (gesundheitliche Probleme) sind zwei Akteure in der entscheidenden Phase der Meisterschaft nicht dabei. 

 

Trainingslager in der Steiermark

Die Union bestritt bislang fünf Testspiele: 3:0 gegen Naarn Reserve, 3:3 gegen Ried/Riedmarlk, 3:4 gegen Königswiesen, 1:4 gegen Putzleinsdorf und 4:5 gegen Niederneukirchen. Am heutigen Nachmittag testet die Friedinger-Elf gegen Bezirksligist Altenberg, am nächsten Samstag ist der SV Steyregg der letzte Gegner vor der Meisterschaft. "Die Vorbereitung war zunächst zäh, inzwischen läuft es aber ganz gut. Denn das Trainingslager im steirischen Burgau war ausgezeichnet und sollten den Schwung in die Rückrunde mitnehmen können", so Friedinger.

 

"Ein weiterer Abstieg darf und wird auch nicht passieren"

Die Schweinbacher überwintern in der Mitte der Tabelle, wurden das Abstiegsgespenst im Herbst aber nicht los und stehen vor einer intensiven und schwierigen Rückrunde. "Wir sind uns der Gefahr bewusst, aber ein weiterer Abstieg darf und wird auch nicht passieren, denn dafür sind wir zu stabil. Meinem Team fehlt jedoch die ideale Mischung. Denn es sind viele junge Spieler und einige erfahrene Akteure vorhanden, im besten Alter, zwischen 22 und 28 Jahren, ist aber nur ein einziger Kicker", weiß der Coach. "Im Frühjahr geht es vor allem darum, wesentlich besser zu starten als in der Hinrunde und zur nötigen Konstanz zu finden. Auch wenn es nicht einfach wird, ist einiges möglich, zumal uns zum oberen Tabellendrittel nur einziger Punkt fehlt. Aktuell steht der Klassenerhalt im Vordergrund, mittelfristig wollen wir aber wieder am Tor zur Bezirksliga anklopfen".

 

Zugang:
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Abgang:
Miroslav Syrovatka (Tschechien)

Transferliste OÖ 1. Klasse Nord-Ost

Bisherige Testspiele:
3:0 gegen Union Naarn Reserve (LLO)
3:3 gegen Union Ried/Riedmark (BLO)
3:4 gegen Union Königswiesen (BLN)
1:4 gegen Union Putzleinsdorf (BLN)
4:5 gegen Union Niederneukirchen (2NO)

Testspiele-Übersicht OÖ 1. Klasse Nord-Ost

 

Günter Schlenkrich

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