Nach vier Ausschlüssen, Spielabbruch in Leonding

ASKÖ Leonding
Kirchberg-Th.

Am Freitagabend empfing die ASKÖ Leonding in der 2. Klasse Mitte den ASKÖ SC Kirchberg-Thening und wollte nach drei Siegen am Stück mit einem weiteren "Dreier" an die Tabellenspitze klettern. Die Auer-Elf führte mit 5:0 und wähnte sich bereits als Tabellenführer, doch nachdem bereits drei Kirchberger vom Platz geflogen waren und zudem ein Spieler sich verletzt hatte, zückte Schiedsrichter Gugenberger zum vierten Mal an diesem Tag Rot und musste, da nur noch sechs SC-Kicker am Feld standen, das Spiel in Minute 82 abbrechen. Vor fünf Wochen stand der Unparteiische schon einmal im Mittelpunkt, als Referee Gugenberger beim 1:1-Remis zwischen Kirchberg und Babenberg drei Linzer vom Platz gestellt hatte.

Steinbeiss mit lupenreinem Hattrick - Wunsch sieht Rot

Im Gaumbergstadion wurden die Hausherren von Beginn an ihrer Favoritenrolle gerecht und führten spielerisch eine feine Klinge. Auf den ersten Treffer mussten die heimischen Fans jedoch eine Zeitlang warten. Nach 25 Minuten war es so weit, als Kapitän Daniel Steinbeiss nach einer Ecke mit dem Kopf zur Stelle war. Der Aufstiegsaspirant dominierte fortan das Geschehen und stellte kurz vor der Pause die Weichen auf Sieg. Nach einem vermeintlichen Foul im Kirchberger Strafraum zeigte der Unparteiische auf den Punkt - Steinbeiss schnappte sich die Kugel und verwandelte den strittigen Elfmeter. Kirchbergs Dominik Wunsch war mit dieser Entscheidung nicht einverstanden und tat seine Meinung einem Mitspieler kund, der Schiedsrichter wertete dies jedoch als Beleidigung und stellte den SC-Kicker mit Rot vom Platz. Praktisch mit dem Pausenpfiff durfte Steinbeiss sich zu einem lupenreinen Hattrick beglückwünschen lassen, als der im Sommer von Blaue Elf Linz nach Leonding gewechselte Innenverteidiger eine Unachtsamkeit in der Kirchberger Hintermannschaft zu nutzen wusste und den 3:0-Halbzeitstand besiegelte.

Nach drei weiteren Platzverweisen bricht Schiedsrichter Gugenberger das Spiel ab

Die Messe war gelesen, für die dezimierten Gäste kam es im zweiten Durchgang aber knüppeldick. Nach einer Stunde erhöhte Saman Nagafi mit einem "Tausendguldenschuss" auf 4:0. Wenig später beging der bereits verwarnte Kirchberger Philipp Leonhartsberger im eigenen Strafraum ein Foul. Der Referee zückte Gelb-Rot und entschied erneut auf Strafstoß - Michael Leitner verwertete diesen Penalty. Der SC war längst geschlagen, für die Gäste nahm das Unheil aber weiter seinen Lauf. Nachdem auch der eingwechselte Daniel Wieshofer nach einem groben Foul Rot gesehen hatte, verletzte sich Pascal Andorfer und konnte nicht mehr weitermachen. Die Gäste hatten das Austauschkontingent aber bereis erschöpft und konnten nicht mehr wechseln. Kurz danach wollte Kirchberg-Kapitän Stefan Salinger eine brenzlige Situation bereinigen, traf dabei aber unglücklich einen Leondinger - Schiedsrichter Gugenberger ließ auch in dieser Situation das Fingerspitzengefühl vermissen und zückte erneut Rot. Da die Kirchberger nur noch zu sechst waren, musste der Unparteiische das Match beim Stand von 5:0 abbrechen.

Manfred Isak, Sektionsleiter SC Kirchberg/Thening:
"Die ASKÖ Leonding hat eine ausgezeichnete Mannschaft, war klar besser und hat verdient geführt. Doch Schiedsrichter Gugenberger ist es gelungen, ein faires Spiel zu zerpfeifen. Die beiden Elfmeter waren ebenso zweifelhaft wie drei Platzverweise. Nur die Rote Karte für Wieshofer war gerechtfertigt. Wie schon vor einigen Wochen, beim Remis gegen Babenberg, hat Referee Gugenberger einem fairen Match seinen Stempel aufgedrückt, weshalb wir ihn künftig ablehnen werden".

 

Günter Schlenkrich

 

 

 

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