Fußballherz was willst du mehr: Union Waldneukirchen entscheidet Relegations-Kracherspiel für sich und steht mit einem Fuß in der 1. Klasse!

Am zweiten Spieltag der Unterhaus Relegation trafen mit der Union Wolfern und der Union Waldneukirchen zwei fast-Nachbarsgemeinden aufeinander. Eigentlich waren die Hoffnungen auf den Aufstieg seitens des Drittplatzierten der 2. Klasse Ost in den vergangenen Wochen nicht hoch, erhaschte die Ebner-Truppe dank einer neu-eingeführten Regelung etwas überraschend als Drittplatzierter den Relegationsplatz, weil die Dietach Juniors laut Regelwerk nur direkt aufsteigen dürfen. Die Gelegenheit packte man direkt beim Schopfe, machte man sich heute nach mehr als sehenswerten 90 Minuten als Sieger auf die Heimreise. 

Wolfern überrumpelt Waldneukirchen mit flottem Powerplay 

Was knapp 650 Zuschauer bereits in den ersten Minuten dieses Aufeinandertreffens zu Gesicht bekamen, war schlichtweg einzigartig und wird etlichen Spielern und Fans noch lange in Erinnerung bleiben: Bereits mit der ersten Aktion gingen die Wolferner in Führung, Verteidiger Michael Lederhilger schlüpfte nach einer Ecke von Martin Sulzner in die Torjägerrolle und stellte mit einem eiskalten Abschluss auf 1:0 (1.). Nun rollte die Offensive der Hausherren im Minutentakt auf das Waldneukirchner Tor und schockte die Gäste in Minute sieben bereits ein zweites Mal. Ralf Wartecker kam nach einem Einwurf im Strafraum zum Schuss und überwand Maximilian Diwald, der in den Minuten zuvor, als auch in der Phase danach etliche gute Chancen der Fischer-Truppe vereitelte, hier aber machtlos war. 

Ausgleich, Elfmeter und Ausschluss: Anfangsphase wird plötzlich vogelwild

Nach dem überfallsartigen Start der „Wolves“ nahm das Spiel auf völlig kuriose Art und Weise eine Wende, mit der am Platz keiner gerechnet hatte. Bei einem Freistoß von Waldneukirchens Martin Grunewald verschätzte sich Wolfern-Schlussmann Dominik Juric komplett, duckte sich und musste hinter sich greifen (13.). Bereits eine Minute später folgte auch schon der Ausgleich, wieder Freistoß, diesmal verlängerte Florian Gegenleitner das Leder ins lange Eck – Ausgleich, Wolfern nach starken ersten zehn Minuten nun völlig von der Rolle. Der Fußballgott meinte es auch in weiterer Folge nicht gut mit den Hausherren. In Minute 33 der nächste Aufreger: Bei einem Schuss von Sulzner erkannte Schiedsrichter Robert Daniel ein Handspiel und zeigte sofort auf den Kreidepunkt. Ärgerlich aus Sicht der Wolferner: Der Ball wäre nach dem Handspiel im Tor gelandet und obendrein scheiterte Sulzner an einem herausragenden Diwald. Damit war die Pechsträhne der Fischer-Elf aber noch nicht zu Ende, nur zwei Minuten später sah Torschütze Wartecker nach wiederholtem Foul die Ampelkarte, Wolfern im Selbstzerstörungsmodus.  

Waldneukirchen setzt Kuriosum das i-Tüpfelchen auf

Als wäre diese erste mit Highlights und Aufregern prall gefüllte erste Hälfte nicht schon banal genug, gab es sogar noch einen Grund zum Jubeln. Die letzte Aktion jener denkwürdigen 45 Minuten gehörte den Gästen: Nach einer Hereingabe von Robert Korn legte Peter Vantroba ab auf Bence Zsigmond, welcher staubtrocken zur Waldneukirchner Führung einschießen konnte (42.) und seinem Team nach desaströsen ersten Minuten eine Pausenführung verschaffte. Die zweite Hälfte ist dann etwas schneller erzählt. Den Gästen fehlte ein gewisses Quäntchen Mut, konnte man trotz Überzahl auf spielerischer Ebene nicht wirklich brillieren, war sogar in dieser Hinsicht die unterlegene Mannschaft, während engagierte Wölfe nochmal die Brechstange auspackten, immer wieder aber entweder am eigenen Unvermögen, oder an Schlussmann Diwald scheiterten. So war die zweite Halbzeit deutlich ereignisloser, die Lage bleibt aber weiterhin spannend und deutet auf ein sehenswertes Rückspiel am Sonntag in Waldneukirchen.  

Stimme zum Spiel 

Andreas Grossauer (Sektionsleiter Union Waldneukirchen):

„Es hat für uns eigentlich katastrophal angefangen, da haben wir schon geglaubt, dass wir umsonst hingefahren sind. Nach dem kapitalen Tormannfehler konnten wir uns aber wieder aufraffen und sind gut ins Spiel gekommen und waren dann die bessere Mannschaft. In der zweiten Halbzeit taten wir uns aus unerklärlichen Gründen schwer, da war Wolfern in Unterzahl die bessere Mannschaft, unser Goalie Max Diwald war aber grandios. Wir waren dann froh, dass wir die Führung über die Zeit retten konnten und schauen, was am Sonntag passiert.“

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