SV St. Wolfgang: "Schon im März war klar, dass die Saison nicht beendet werden kann"

Der SV St. Wolfgang absolvierte in der 2. Klasse Süd eine starke Hinrunde und überwinterte als Dritter nur vier Punkte hinter dem Relegationsplatz. Die Jaschinski-Elf woillte sich auch im Frühjahr anständig präsentieren und im Aufstiegskampf mitmischen, aufgrund des Beschlusses des ÖFB-Präsidiums ist die Saison jedoch seit vergangenem Mitwoch Geschichte. "Derzeit steht die Gesundheit und die Familie im Mittelpunkt, eine Micky-Maus-Liga ist hingegen nicht wichtig, weshalb aus meiner Sicht der Verband richtig entschieden hat", erklärt Trainer Andrzej Jaschinski.

 

"Die Mitnahme der Punkte ist ein kompletter Blödsinn"

"Wenn Menschen sterben, kann man nicht Fußball spielen. Schon im März, als der Spielbetrieb eingestellt wurde, war mir klar, dass die Pause nicht wenige Wochen, sondern wesentlich länger dauern wird und somit die Saison nicht beendet werden kann. Aus diesem Grund war der Abbruch der Meisterschaft alternativlos. Ich bin der festen Überzeugung, dass der ÖFB richtig gehandelt hat, denn meiner Meinung nach ist die Mitnahme der Punkte ein kompletter Blödsinn. Es sitzen alle in einem Boot und fangen in der nächsten Saison unter den selben Bedingungen wieder an", meint der Coach.

 

Schwierige Situation in St. Wolfgang und bei anderen Vereinen

Auch in St. Wolfgang weiß niemand, wann das Training wieder aufgenommen werden darf bzw. wann der Ball wieder rollen wird. "Ich fürchte, dass wir auf beides noch länger werden warten müssen. Wir haben aber zumindest die Gewissheit, dass vor dem Herbst nicht um Punkte gekämpft werden kann. Selbst der Start in drei, vier Monaten ist meiner Ansicht nach in großer Gefahr und aus heutiger Sicht vermutlich nicht möglich. Es wird immer wieder von einem möglichen Training in kleinen Gruppen gesprochen. Aber was ist eine kleine Gruppe - zwei, drei, vier oder mehr Spieler", so Jaschinski, der sich um den eigenen Verein und andere Klubs Sorgen macht. "Da die Kantineneinnahmen sowie der Erlös aus dem Kartenverkauf fehlen und zudem die für die Vereine wichtigen Zeltfeste vermutlich nicht veranstaltet werden können, geht bei vielen Klubs die Existenzangst um. Auch für den SV St. Wolfgang ist es nicht einfach".

 

Hinter den Leihverträgen steht ein großes Fragezeichen

Andrzej Jaschinski spricht auch davon, dass eine Kaderplanung für die nächste Saison schwer bzw. fast nicht möglich ist: "Sektionsleiter Durkovic hat angekündigt, ab der nächsten Woche mit den Spielern sprechen zu woillen. Ich weiß nicht, wie sich die Gespräche entwickeln werden, zudem weiß niemand, wie die Leihverträge bewertet bzw. behandelt werden. Wir sind davon besonders stark betroffen, zumal wir fünf Spieler von Bad Ischl ausgeliehen haben und derzeit nicht wissen, wie die Situation beim OÖ-Ligisten ist".

 

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