Bezirksliga Süd

Thalheim: "Kracher der Runde" endet mit Punkteteilung

Das Kopf-an-Kopf-Rennen um den Meistertitel in der Bezirksliga Süd geht weiter. Mit einem 1:1-Remis im "Kracher der Runde" gegen die Union Thalheim konnte der ATSV CAFE LUNA Stadl-Paura die Tabellenführung erfolgreich verteidigen. Vor rund 750 Zuschauern erwischten die Gäste aus Stadl-Paura den besseren Start und gingen bereits nach drei Minuten durch „Thalheim-Schreck“ Genadi Petrov in Führung. Sascha Zoni rettete aber mit seinem Treffer zum 1:1 in der neunten Minute Ex-ÖFB-Teamspieler Hannes Reinmayr bei seinem Heim-Debüt einen Punkt.

Fulminanter Beginn
Dass Stadl-Pauras Torjäger Petrov gegen Thalheim besonders gerne trifft, hatte die Mannschaft von Ex-Sturm-Champions League-Held Hannes Reinmayr eigentlich schon vor dem Spitzenspiel gewusst. Die Warnungen halfen aber nicht, denn der Top-Goalgetter der Liga war nach drei Minuten nach einem abgefälschten Freistoß zur Stelle und staubte mit seinem 17. Saisontreffer zur Führung der Gäste ab. Es war dies Petrovs achtes Tor in den jüngsten drei Duellen mit den Thalheimern. Die Gastgeber ließen sich durch den frühen Rückstand aber nicht aus dem Konzept bringen und gaben nur sechs Minuten später die passende Antwort: Nach einem Freistoß von Ismir Jamakovic traf der aufgerückte Abwehrspieler Sascha Zoni im Fallen zum 1:1. Zonis erster Weg nach dem Ausgleich war in Richtung Reinmayr, mit dem er gemeinsam den Treffer bejubelte.

Wenige Chancen auf beiden Seiten
Danach entwickelte sich eine temporeiche, allerdings auch chancenarme Partie. Nur selten wurden die zahlreichen Besucher mit Schmankerl verwöhnt. In der 21. Minute nahm sich Stadl-Pauras Ivan Tokic ein Herz, seinen Schuss konnte Thalheim-Keeper Michael Oos aber über die Querlatte drehen. Für eine akrobatische Einlage sorgte auf der anderen Seite Roland Ulrich, dessen Fallrückzieher nur um Zentimeter am Gehäuse von Gästegoalie Thomas Roither, der überraschend den Vorzug gegenüber den bisherigen Stammtorhüter Jürgen Hager erhalten hatte, vorbei rollte. Die letzte gute Einschussmöglichkeit vor dem Seitenwechsel vergab Petrov, dessen Schuss  von Oos erneut entschärft werden konnte.

Pattstellung nach Wiederbeginn
In der zweiten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften. Aufregung herrschte in der 55. Minute, als die mitgereisten Stadlinger Anhänger nach einem vermeintlichen Foul von Ulrich an Petrov Elfmeter forderten – der sehr gute Schiedsrichter Leonfellner ließ jedoch weiterlaufen. Die Thalheimer tauchten erst in der 65. Minute wieder gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Ein Distanzschuss von Zoni ging allerdings weit über den Kasten. Deutlich besser machte es Hannes Danninger, dessen Schuss aus rund 25 Metern Torwart Roither nur zur Seite abwehren konnte, wodurch sich einen Riesenchance für Ulrich ergab, der Ungar zeigte aber Nerven und knallte den Ball nur ans Außennetz.

Stadl-Paura findet zwei Matchbälle vor
In der Schlussphase erhöhte der Tabellenführer noch einmal die Schlagzahl und fand zwei gute Möglichkeiten für den Sieg vor. In der 79. Minute bewahrte Thalheims Schlussmann Oos mit einer Glanzparade sein Team vor einer Niederlage und zwei Minuten vor dem Schlusspfiff vergab Bernhard Fischill den Matchball. Der gefühlvolle Heber des Stadlinger Mittelfeldspielers ging zwar über Oos, allerdings auch über die Latte. Am Ende trennten sich die beiden Aufstiegsaspiranten mit einem 1:1-Unentschieden.

Während die Union Thalheim damit weiterhin im Frühjahr ungeschlagen bleibt und einen Punkt hinter Stadl-Paura zurückliegt, konnte die Mannschaft von Trainer Albert Kabashi die Tabellenführung erfolgreich verteidigen, wartet aber seit bereits drei Runden auf einen Sieg. Der lachende Dritte könnte am Ende Hertha Wels sein. Die Stary-Elf mischt ebenfalls voll im Rennen um den Aufstieg in die Landesliga mit und könnte am heutigen Sonntag mit einem Auswärtssieg gegen Gschwandt nach Punkten mit dem Spitzenreiter gleichziehen.

Stimmen zum Spiel:

Hannes Reinmayr (Trainer Union Thalheim): „Bei einigen Spielern war die Nervosität deutlich zu spüren, viele haben deshalb nicht das gezeigt, was sie wirklich können. Es war ein typisches Spitzenspiel mit wenigen Torraumszenen, aber einem hohen Tempo. Am Ende müssen wir mit dem Unentschieden zufrieden sein. Das Gegentor war sehr unglücklich, weil der Ball noch abgefälscht wurde.“

Albert Kabashi (Trainer ATSV Stadl-Paura): „Wir waren um das Stück besser, haben aber leider die Chancen nicht verwertet. Ich bin zufrieden mit dem Punkt, wir hätten aber auch leicht gewinnen können. Meine Mannschaft habe ich durch den Trainerwechsel bei Thalheim nicht zusätzlich motivieren müssen. Nun geht der Dreikampf um den Meistertitel weiter. Alle fokussieren sich auf Thalheim und uns, man darf dabei aber Hertha Wels nicht außer Acht lassen.“


Bericht und Fotos: Thomas Waage

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