„Es wäre nicht richtig, auch beim SC Marchtrenk als Spielertrainer zu agieren!“ – Coach Dominik Hamader im Interview

Mode und Sport Stöcker aus Eferding präsentiert: Aus sportlicher wie personeller Sicht hat der SC Milsy Marchtrenk eine vergleichsweise unruhig verlaufene erste Saisonhälfte in der Oberösterreich-Liga hinter sich. Nachdem früh bekannt geworden war, dass der Verein mit dem erst im Sommer nach dem Aufstieg verpflichteten Coach Igor Pavlovic getrennte Wege gehen würde, betreute Sportchef Kurt Peterstorfer den aktuellen Tabellenvorletzten. Letztgenannten löste im Herbstfinish der erst 26-jährige Dominik Hamader als Cheftrainer ab. Unter ihm konnte der Punkteschnitt deutlich angehoben werden. Ligaportal.at sprach mit dem ambitionierten Übungsleiter.

 

Ligaportal.at: „Sie haben das Team vor der 13. Runde gegen Weißkirchen übernommen. Welches Fazit ziehen Sie?“

Dominik Hamader: „Das ist noch etwas schwierig zu beurteilen. Mit der Punkteausbeute bin ich sicher zufrieden. Der Sieg im letzten Match gegen Gmunden war natürlich ganz wichtig. Der Kader ist klein. Mir macht vor allem die Arbeit mit den jungen Spielern Spaß. Als ich vor elf Jahren meine Trainertätigkeit in Marchtrenk begonnen habe, habe ich diese im Bambini-Alter schon trainiert. Konkret spreche ich da die Jahrgänge 2000 und 2001 an. Das ist schon ein besonderer Reiz, wieder mit diesen Akteuren zusammenzuarbeiten.“

Ligaportal.at: „Der Transfer von Hasib Seperovic wurde bereits verkündet. Was verspricht man sich von ihm? Sind weitere Neuzugänge geplant?“

Dominik Hamader: „Er ist ein junger Mittelfeldallrounder, der bei Edelweiß mit 15 oder 16 Jahren schon Oberösterreich-Liga-Erfahrung gesammelt hat. Er hat dann den Sprung nach Wien zum FAC gewagt. Da hat aber einiges nicht gepasst. Er ist ehrgeizig und universell einsetzbar. Solche Spielertypen habe ich gerne, weil wir durch sie als Mannschaft schwerer auszurechnen sind. Ich denke, dass das eine richtig gute Verstärkung ist. Außerdem sind wir noch auf der Suche nach einem Offensivspieler. Da wird wahrscheinlich noch etwas passieren. Ich glaube, dass wir uns leichter tun, wenn wir vorne für Rumen Kerekov noch eine Unterstützung haben. Ich habe keine besondere Vorstellung von der konkreten Position der Neuverpflichtung. Ich bin da relativ flexibel und würde das Spielsystem anpassen. Das Wichtigste ist, dass er charakterlich zur Mannschaft passt. Ansonsten wollen wir keinen mehr holen. Wir wollen auch den jungen Spielern weiterhin die Chance bieten. Ich denke, dass die Mischung der jungen mit den ganz erfahrenen Akteuren gut ist. Im Betreuerstab haben wir auch etwas geändert. Markus Erbschwendtner ist nun mein Co-Trainer.“

Ligaportal.at: „Mit Ihrer Truppe überwintern Sie in der Abstiegszone. Wie zuversichtlich ist man im Verein, dass man die Klasse schlussendlich doch hält?“

Dominik Hamader: „Man hat gesehen, dass wir Potential haben. Es muss aber alles zusammenpassen. Der Kader ist klein. Das Wichtigste ist, dass alle Spieler fit sind. Dann haben wir eine realistische Chance. Es wäre aber kein Beinbruch für den Verein, wenn wir absteigen. Mein großes Ziel und jenes von Sportchef Kurt Peterstorfer ist es aber, dass wir in der Oberösterreich-Liga bleiben. Das ist eine sehr attraktive Liga. Da ich schon in der Landesliga tätig war, kann ich gute Vergleiche ziehen.“

Ligaportal.at: „Bei Ihrer Verpflichtung stand im Raum, dass Sie in der Rückrunde eventuell als Spielertrainer fungieren werden. Ist das nun spruchreif?“

Dominik Hamader: „Zurzeit ist das schwer vorstellbar. Ich möchte mich einfach mehr auf die Trainerarbeit konzentrieren. Ich denke auch, dass es nicht richtig wäre. Auf meiner Position im defensiven Mittelfeld sind wir sehr gut besetzt. Bei der Viktoria Marchtrenk war es als Spielertrainer leichter. Da waren wir im Vorderfeld der Tabelle. Jetzt ist es schwierig, wenn man im Abstiegskampf steckt. Von der Qualität her würde ich es mir zutrauen. Ich glaube aber, dass es eine ungünstige Kombination wäre. Kurt Peterstorfer sieht das ähnlich. Als Spielertrainer solltest du doch deine fehlerfreien Partien liefern.“

Ligaportal.at: „Sie sind ein vergleichsweise sehr junger Trainer. Einige Ihrer Spieler sind deutlich älter. Wie erarbeitet man sich den nötigen Respekt?“

Dominik Hamader: „Das stimmt. Tomas Oravec hat beispielsweise schon Champions League gespielt. Der Austausch mit derartig erfahrenen Akteuren ist sehr interessant für mich. Da kann ich mir viel mitnehmen. Die Spieler sehen, dass sich die junge Trainergeneration viel von der Ausbildung mitnimmt und dass auf einem sehr guten Level gearbeitet wird. Die routinierten Akteure geben das Vertrauen zurück. In der Zusammenarbeit merkt man nicht, dass ein Altersunterschied besteht oder dass es für die Spieler ungewöhnlich wäre. Das funktioniert richtig gut.“

 

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