SC Hörsching: "Haben im Sommer 66 Tore verloren"

Im Sommer eroberte der SC Hörsching den Vizemeistertitel, schrammte in der Relegation (gegen Pichl) aber am Aufstieg vorbei. Kein halbes Jahr später droht dem einstigen Landesligisten der Abstieg. Nach einem Umbruch im Sommer - nicht nur der Kader, auch die Funktionärsebene wurde neu aufgestellt -  kam der SCH anständig aus den Starbtlöcken, hatte sein Pulver aber früh verschossen und ziert mit lediglich acht Punkten am Konto das Tabellenende der 1. Klasse Mitte. "Sieben Spieler haben den Verein im Sommer verlassen und haben somit 66 Tore verloren, das konnten wir einfach nicht kompensieren. Auch wenn wir mit dem Rücken zur Wand stehen, sind wir zuversichtlich, den Abstiegskampf meistern zu können", erklärt Trainer Dieter Mirnegg, der auch als Sportchef die Verantwortung trägt.

 

Solidem Start folgte rasanter Sturzflug

Der amtierende Vizemeister verzeichnete einen soliden Start und sammelte in den ersten vier Runden sieben Punkte. Von den übrigen neuen Spielen gingen aber nicht weniger als acht verloren, wanderte nur noch ein einziger Zähler auf das Konto. Die Mirnegg-Elf verabschiedete sich mit einer 0:4-Pleite in Pucking in die Winterpause, weshalb in Hörsching seit einigen Wochen die "Rote Laterne" leuchtet. "Trotz des Umrbuchs und massiven Problemen mit der Stammspielerregelung sind wir gut gestartet. Mit Cihan Koc verfügen wir aber nur über einen echten Stürmer, der aber seit der dritten Runde mit einer Knöchelverletzung zu kämpfen hat, weshalb wir uns in der Offensive schwer getan haben. Dennoch waren wir in vielen Spielen voll dabei und des Öfteren auch die bessere Mannschaft, konnten daraus aber kein Kapital schlagen", spricht Mirnegg die Partien, gegen Puchenau, Haid oder Blaue Elf Linz an, als der Nachzügler Führungen nicht behaupten konnte. Obwohl Westbahn Linz weniger oft ins Schwarze traf sowie fünf Mannschaften mehr Gegentore kassierten, überwintert der SCH als Schlusslicht. "Wir sind in der Tabelle bis auf den letzten Platz durchgereicht worden, die Leistungen waren über weite Strecken aber durchaus in Ordnung, haben die engen Spiele aber verloren. Trotz der prekären Tabellensituation ziehen alle Spieler an einem Strang, ist die Mannschaft intakt und die Stimmung gut", meint der Trainer.

 

Ein Abgang - auf der Suche nach Verstärkungen

Nach den vielen Abgängen im Sommer steht im neuen Jahr auch Michael Roitner nicht mehr zur Verfügung. Der 36-Jährige hängt die Schuhe an den Nagel, bleibt dem Verein aber als Nachwuchstrainer erhalten. "Weitere Abgänge sind keine zu erwarten, im Gegenteil. Wir müssen etwas tun, werden den Kader erheblich verstärken und wollen im Winter drei, vier oder fünf Spieler holen", kündigt Dieter Mirnegg etliche Transfers an. Nach einer langen Winterpause startet in Hörsching Ende Januar mit dem Beginn der Vorbereitung das "Unternehmen Klassenerhalt".

 

"Unternehmen Klassenerhalt"

Auch wenn die Mirnegg-Elf als Letzter überwintert, werden in Hörsching die Köpfe nicht in den Sand gesteckt, stemmt sich der Klub vehement gegen den drohenden Abstieg. "Genauso schnell wie es nach unten gegangen ist, kann es auch in die andere Richtung gehen. Auf den Strich fehlen zwar fünf Zähler, mit der Drei-Punkte-Regel ist der Rückstand aber relaitv rasch aufzuholen", blickt Mirnegg der entschiedenden Phase der Meisterschaft vorsichtig optimistisch entgegen. "Wir stecken bis zum Hals im Anbstiegssumpf und sind uns der Gefahr voll bewusst, werden im Frühjahr aber alles daransetzen, die Klasse zu halten. Auch wenn in den letzten Jahren der Nachwuchs vernachlässigt wurde und wir heute mit den Folgen zu kämpfen haben, müssen wir den Abstieg verhindern und wollen mit einer starken Rückrunde das rettende Ufer erreichen".

 

Transferliste

 

Günter Schlenkrich

 

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