Nebelberg: "Mit Absturz haben wir nicht gerechnet"

Die Union Nebelberg hat ein aufregendes Jahr 2010 hinter sich. In der Vorsaison noch Vizemeister, stürzte die Mannschaft von Trainer Bernhard Jungwirth im Herbst ab und überwintert in der 1. Klasse Nord in akuter Abstiegsgefahr - von der Abstiegszone sind die Nebelberger nur durch zwei Punkte getrennt. "Im Vorjahr haben wir über unseren Verhältnissen gespielt. Wir haben gewusst, dass es in dieser Saison etwas schwieriger wird, mit dem Absturz haben wir aber nicht gerechnet", erklärt Sektionsleiter Rainer Pühringer, der in der Mannschaft als Verteidiger aktiv ist.

"Von Beginn an sind wir nicht richtig in die Gänge gekommen. Vor allen Dingen konnten wir aber den Ausfall von David Pfoser einfach nicht kompensieren", so Pühringer. Der Torschützenkönig der letzten Saison befindet sich nach einer Meniskus-Operation bereits wieder im Aufbautraining und soll in der Rückrunde mit seinen Toren der Garant für den Klassenerhalt sein. "Es ist schon interessant, wie sich die Verhältnisse innerhalb weniger Monate verändern können. Hatten wir im letzten Jahr noch eine sorgenfreie Saison, stecken wir nun im nervenaufreibenden Abstiegskampf", erwartet der Sektionsleiter eine beinharte Frühjahrssaison.

Neben den fehlenden Treffern des Goalgetters machte den Nebelbergern die keineswegs sattelfeste Abwehr zu schaffen, kassierte die Jungwirth-Elf insgesamt 36 Gegentore. "Ja, das stimmt, wir haben zu viele Tore kassiert. Aber das ist nicht alleine ein Problem der Abwehr, es hat im Herbst generell einfach nicht gepasst", hofft der Verteidiger auf eine stabilere Hintermannschaft. In der Fremde waren die Nebelberger im Herbst gern gesehene Gäste. Nach sechs Auswärtsniederlagen in Serie konnte mit einem 2:2-Remis in St. Peter im letzten Spiel der einzige Punkt mit auf die Heimreise genommen werden. "Die Auswärtsschwäche ist uns selbst ein Rätsel, haben wir uns doch in der vergangenen Saison in der Fremde zumeist etwas leichter getan", so Pühringer.

Trotz der prekären Tabellensituation sind in Nebelberg keine Transfers vorgesehen. "Wir arbeiten vorwiegend mit eigenen Leuten. Diesen Weg werden wir auch im Abstiegskampf nicht verlassen", geht der Sektionsleiter von einem unveränderten Kader aus. Ab Mitte Januar beginnt beim Tabellenelften die wichtige Vorbereitung, in der auch ein Trainingslager in Italien abgehalten wird - in der Nähe von Verona wollen sich die Nebelberger den Feinschliff für die Rückrunde holen. "Wir wissen, was uns im Frühjahr erwartet und werden alles dafür tun, die Klasse zu halten", ist Rainer Pühringer vorsichtig optimistisch.


Günter Schlenkrich

Foto: Manfred Lindorfer

 

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