Union Oepping: "Waren nur im ersten Spiel wirklich schlecht"

Nach einem siebenten Platz im Vorjahr orientierte sich die Union Oepping in der Tabelle der 1. Klasse Nord nach oben und wollte vorne mitmischen. Doch nach dem Ende der Ära von Franz Schaubmaier agierten die Mannen von Neo-Trainer Gerhard Gahleitner von Beginn an unglücklich und landeten in der Hinrunde am enttäuschenden vorletzten Platz. "Sieht man von der Auftakt-Klatsche in Oberneukirchen ab, waren die Leistungen über weite Strecken in Ordnung, im Herbst war jedoch der Wurm drinnen. Wir hatten im Sommer den Blick nach vorne gerichtet, in der Hinrunde ist es aber genau in die andere Richtung gegangen", erklärt der stellvertretende Obmann Stephan Schuster.

 

Fehlendes Spielglück - "1. Halbzeit-Herbstmeister"

Die Oeppinger kamen holprig aus den Startblöcken und sammelten in den ersten drei Runden nur einen Punkt. Nach einem "Dreier" gegen Klaffer fehlte der Gahleitner-Elf in der Folge die Konstanz, standen in den übrigen neun Spielen drei weiteren Siegen fünf Niederlagen gegenüber. "Wir waren nur im ersten Spiel wirklich schlecht und haben in Oberneukirchen eine katastrophale Performance abgeliefert. Dann haben wir gegen Kollerschlag in der Schlussminute den Ausgleich kassiert, in Peilstein erneut eine Führung aus der Hand gegeben und am Ende verloren", so Schuster. "Wir haben drei hohe Siege gefeiert und waren auch in anderen Spielen des Öfteren die bessere Mannschaft, haben die engen Partien aber stets verloren. Wären die Spiele nach 45 Minuten zu Ende gewesen, hätten wir 26 Punkte am Konto und könnten den Herbstmeistertitel feiern. In der zweiten Halbzeit sind die Spiele zumeist gekippt, ein Laktat-Test hat den Kickern aber eine gute Physis bescheinigt", spricht der Funktionär von einem "Kopf-Problem".

 

Kuriose Statistik

Obwohl nur sechs Mannschaften mehr Treffer bejubeln durften, lediglich drei Teams weniger Gegentore kassierten und die Union zudem eine klar positive Tordifferenz aufweist, wissen die Oeppinger in der Tabelle nur das abgeschlagene Schlusslicht aus Feldkirchen hinter sich. "Fast im gesamten Herbst hat das nötige Glück gefehlt, zudem war die Mannschaft aufgrund der negativen Ergebnisse verunsichert. Dennoch hat nicht gefehlt und könnten mit zwei Siegen mehr als Fünfter überwintern. In der traditionell ausgeglichenen Liga ist in der Rückrunde viel möglich, im neuen Jahr geht es aber zunächst darum, das Abstiegsgespenst so rasch wie möglich zu vertreiben", meint Stephan Schuster.

 

Keine Kaderveränderung - Trainingslager in Schielleiten

Traditionell werden in Oepping kaum Transfers getätigt, wird auch die aktuelle Übertrittszeit vermutlich keine Spuren hinterlassen. "Trotz der prekären Tabellensituation schenken wir dem Kader weiterhin unser Vertrauen, wird es auch in diesem Winter weder Zu- noch Abgänge geben. Auch künftig setzen wir vorwiegend auf die eigenen Spieler und verfügen über einen guten Nachwuchs, rücken immer wieder Talente nach", verfolgt Schuster das Geschehen am Transfermarkt lediglich als interessierter Beobachter. Am 20. Januar startet der Vorletzte in die Vorbereitung, die neben zahlreichen Einheiten und einigen Testspielen auch ein Trainingslager im steirischen Schielleiten beinhaltet.

 

"30-Punkte-Marke muss geknackt werden"

Auch wenn die Union auf einem Abstiegsplatz überwintert und sich der Gefahr bewusst ist, ist in der traditionell "verrückten Liga" alles möglich, kann es im Frühjahr in der Tabelle relativ weit nach oben gehen. "Wenn man am vorletzten Platz steht, kann das Ziel nur der Klassenerhalt bzw. das Knacken der 30-Punkte-Marke sein. Auch wenn wir vom Potenzial der Mannschaft überzeugt sind, müssen wir uns intensiv auf den Abstiegskampf vorbereiten", sagt der Funktionär. "In der Rückrunde geht es vor allem darum, so rasch wie möglich das Tabellenende zu verlassen, sollte das im Herbst fehlende Glück aber wieder zu uns zurückfinden, kann es in der Tabelle auch nach oben gehen".

 

Transferliste

 

Günter Schlenkrich 


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