ASKÖ Kematen/Piberbach: "Wollen die Kaderplanung bis Mitte Mai abschließen"

Die ASKÖ Kematen/Piberbach absolvierte eine bärenstarke Hinrunde und überwinterte in der 1. Klasse Ost als Dritter nur einen Punkt hinter dem Relegationsplatz. Unter Neo-Trainer Andreas Hintersteiner wollten sich die Traunviertler auch im Frühjahr von ihrer besten Seite zeigen und liebäugelten nach 27 langen Jahren mit der Rückkehr in die Bezirksliga, die Corona-Pandemie und der ÖFB machten der ASKÖ aber einen Strich durch die Rechnung. Neo-Coach Andreas Hintersteiner nahm sich für Ligaportal Zeit für ein Interview und beantwortete aktuell interessante Fragen.

 

Herr Hintersteiner, in der vergangenen Woche hat das ÖFB-Präsidium beschlossen, die Saison mit sofortiger Wirkung zu beenden und nicht zu werten. Können Sie diese Entscheidung nachvollziehen oder hätten Sie eine andere Option gewählt?

"Aus gesundheitlicher Sicht ist der ÖFB-Beschluss nachvollziehbar, allerdings wäre die Mitnahme der Punkte in die nächste Saison für nahezu alle Vereine eine faire Lösung gewesen. Auch wir sind davon betroffen und wollten im Aufstiegskampf eine entscheidende Rolle spielen. Besonders leid tut es mir für den SV Windischgarsten, der sich nach einem sensationellen Herbst den Aufstieg verdient hätte und in seiner Vereinsgeschichte wohl nie mehr wieder eine makellose Hinrunde spielen wird können". 

Haben Sie das Gefühl, dass der OÖFV die Vereine in der ungemein schwierigen Situation begleitet und unterstützt, oder lässt der Verband die Klubs im Regen stehen?

"Als Trainer bin ich der falsche Ansprechpartner. Von den Funktionären höre ich aber immer wieder, dass sich die Informationen auf wenige Mails bzw. die Veröffentlichung auf der Verbands-Homepage beschränken. Gerade in dieser Situation sollte der OÖFV die Nähe zu den Vereinen suchen". 

Sind Sie der Meinung, dass die derzeitige Krise für den ÖFB der richtige Zeitpunkt wäre, seine Statuten zu durchforsten und sie der aktuellen Situation anzupassen – bzw. Strukturen zu ändern und realitätsnah zu gestalten?

"Es wäre der ideale Zeitpunkt, die veralteten Statuten zu entstauben. Die Bundesregierung zeigt seit einigen Wochen eindrucksvoll, was in einer außergewöhnlichen Situation möglich ist". 

Wann glauben Sie, darf das Training wieder aufgenommen werden bzw. wann wird wieder um Meisterschaftspunkte gekämpft?

"Sportminister Kogler hat gestern angekündigt, die Sportplätzer ab 15. Mai möglicherweise wieder öffnen zu lassen. Auch wenn mir derzeit der Glaube daran fehlt, hoffe ich, dass im Juni zumindest ein Training unter beschränkten Bedingungen möglich ist bzw. die neue Saison im Herbst starten kann. Aber so lange nicht trainiert werden darf, ist an eine Meisterschaft nicht zu denken". 

Wird der Amateurfußball nach einer längeren Pause so sein, wie wir ihn kennen?

"Sollte im Herbst wieder gespielt werden können, kommen die meisten Vereine mit zwei blauen Augen davon. Eine längere Pause hätte aber vermutlich dramatische Folgen, ist zu erwarten, dass viele Klubs die Krise nicht überstehen werden. Sollten jedoch die Gehälter und Ablösesummen sinken, hätte die Krise auch etwas Positives".  

Wie ist die aktuelle Situation in Ihrem Verein? Gibt es ein Trainingsprogramm, ist die Kaderplanung für die nächste Saison schon angelaufen bzw. gibt es bereits Veränderungen?

"Seit Mitte März absolvieren die Kicker ein individuelles Programm und sind selbständig für ihre Fitness verantwortlich. Es sind zwar noch Details zu klären, grundsätzlich ist die Spielgemeinschaft mit der Union Rohr aber in trockenen Tüchern. Wir haben mit der Kaderplanung bereits begonnen und wollen sie bis Mitte Mai abschließen".

 

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