Linzer Skandalmatch - rekordverdächtige Strafen für beteiligte Spieler

altaltAm heutigen Donnerstagabend tagte der Strafausschuss des OÖ Fußballverbandes, behandelt wurde das Skandalspiel zwischen den Reservemannschaften der ASKÖ Ebelsberg Linz und der ASKÖ Zöhrdorf Linz. Das Match, das beim Stand von 4:2 für Ebelsberg abgebrochen werden musste, wurde nun mit einem 0:0 gewertet, wobei keines der beiden Teams einen Punkt erhält. Viel deutlicher fielen die Strafen für jene vier Spieler aus, die von Schiedsrichter Romi Kisic mit der roten Karte bedacht worden waren. "Ich kann mich nicht erinnern, dass in den letzten zehn Jahren solch hohe Strafen vom OÖ Fußballverband ausgesprochen wurden", sagt der OÖFV-Pressesprecher Raphael Oberndorfinger.

 

48 Spiele Sperre und 1.000 Euro Strafe für zwei Zöhrdorf-Spieler

Über zwei Stunden lang tagte der Strafausschuss des OÖFV in Sachen Skandalspiel. Vorgeladen waren neben den vier angezeigten Spielern auch Verantwortliche der beiden Vereine, sowie die Schiedsrichter der Reserve- bzw. der Kampfmannschaftspartie. "Es war schon im Vorhinein klar, dass die Strafen sehr hoch ausfallen werden", sagt Oberndorfinger. Vor allem die beiden Zöhrdorf-Spieler erwischte es besonders hart, oder gerecht, wie man mag. Sowohl Sulejman F. als auch Fidajim S. wurden für 48 Spiele gesperrt und zu einer Geldstafe von jeweils 1.000 Euro verurteilt. "Die Sperren bleiben so lange aufrecht, bis das Geld auch eingezahlt wird. Eigentlich werden Geldsperren aber nur ganz selten ausgesprochen", verrät Oberndorfinger und macht damit klar, wie drastisch der OÖFV entschied. Die beiden Ebelsberg-Spieler Darko R. (zehn Spiele Sperre) und Nikolai K. (fünf Spiele Sperre) kamen glimpflicher davon. Sowohl Ebelsbergs Nikolai K. als auch Zöhrdorfs Sulejman F. hatten zusätzlich noch mit falschen Pässen gespielt. "Das wurde diesmal noch nicht behandelt, auch dafür wird es sicher noch eine Strafe geben. Ebenfalls muss geprüft werden, ob bei diesem Spiel der Ordnerdienst versagt hat", sagt der Pressesprecher des OÖFV, der im Gespräch mit unterhaus.at auch noch anmerkte, dass im Zuge der Verhandlung herauskam, dass noch ein dritter Zöhrdorf-Spieler angezeigt und auch dieser Fall vom Strafausschuss behandelt werden müsse. "Auch auf ihn kommt eine relativ hohe Strafe zu."

"Der Ausschluss von Zöhrdorf war nie ein Thema"

Nach dem Vorfall auf dem Ebelsberger Sportplatz wurden auch Stimmen laut, wonach der Verein aus dem OÖFV ausgeschlossen werden müsse. Der Verband selbst lehnt das allerdings strikt ab. "Der Ausschluss von Zöhrdorf war nie ein Thema, im Gegenteil, wir wollen den Verein noch mehr unterstützen. Dass das ein Brandherd ist wissen wir, sportpolitisch wäre ein Ausschluss aber das vollkommen falsche Zeichen. Die Werte, die der Fußball transportiert, müssen einfach noch mehr forciert werden", stellt Oberndorfinger klar. Der OÖFV bemüht sich darüber hinaus, den Gang der Beteiligten vor ein ordentliches Gericht möglichst zu verhindern. "Für solche Fälle gibt es bei uns eine Schlichtungsstelle. Dort wird versucht, zwischen den Parteien zu vermitteln. Hier wurde allerdings alles bereits von der Polizei aufgenommen", weiß Oberndorfinger, dass in diesem besonderen Fall wohl keine Schlichtungsstelle ausreicht. Immerhin waren an der Rauferei auch Zuschauer beteiligt.

 

Das Linzer Skandalspiel - was wirklich geschah

 

Milan Vidovic


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