Nach Entlassung bei ASKÖ Donau Linz: Jetzt spricht Harald Gschnaidtner!

„Nur weil sich eine Person nicht im Griff hat, bekommen wir jede Woche auf die Fresse.“ Es war dieser eine Satz von Harald Gschnaidtner unmittelbar nach der empfindlichen Niederlage gegen seinen Ex-Verein ASK St. Valentin in der Oberösterreich-Liga, der enorm hohe Wellen geschlagen hatte. Heute wurde er informiert, dass die Zusammenarbeit mit ASKÖ Donau Linz beendet ist. War es wirklich nur diese verbale Entgleisung, welche den Ausschlag für die Trennung gegeben hat? Im Gespräch mit Ligaportal.at zeigt sich Harald Gschnaidtner durchaus selbstkritisch. Er steht zwar grundsätzlich zum Inhalt seiner Aussage, bereut aber die Form der Äußerung.

 

Ligaportal.at: „Welche Gründe wurden Ihnen im heutigen Gespräch mit der Vereinsführung genannt?“

Harald Gschnaidtner: „Es war schlussendlich das Zusammenspiel zweier Faktoren. Zum einen diese Aussage, die sich Kurt Baumgarnter so nicht gefallen lässt. Zudem ist die sportliche Situation sehr ernst. Das muss man so deutlich sagen.“

Ligaportal.at: „Was wollten Sie mit dem Satz konkret aussagen?“

Harald Gschnaidtner: „Grundsätzlich ist mir bewusst, dass man so etwas nicht über die Presse ausrichtet. Das passierte eine halbe Stunde nach dem Abpfiff. Ich war voller Emotionen und angeschlagen nach dieser Niederlage. Es hat sich einiges aufgestaut in den vergangenen Wochen. So etwas darf mir in meinem Alter eigentlich nicht mehr passieren. Zu der Aussage an sich stehe ich nach wie vor. Sie war aber nicht direkt gegen die Person Kurt Baumgartner gerichtet. Es ist nur so, dass Donau momentan harte Schiedsrichterentscheidungen in gewissen Situationen treffen und wir uns mit so einem Verhalten nichts Gutes tun. Kurt ist sicherlich nicht dafür verantwortlich, dass Donau nur fünf Punkte hat. Es ist aber vielleicht ein kleines Mosaiksteinchen.“

Fussball Hertha WSC Wels vs ASK St.Valentin 18.05.2018 5

Ligaportal.at: „Wie war Ihr Verhältnis zu den Funktionären, insbesondere jenes zu Kurt Baumgartner?“

Harald Gschnaidtner: „Das Verhältnis war immer sehr gut. Die Art und Weise, wie man heute auseinandergegangen ist, war auch in Ordnung.“

Ligaportal.at: „Wie beurteilen Sie rückblickend Ihr Engagement bei Donau?“

Harald Gschnaidtner: „Es war turbulent. Es hat hervorragend begonnen letztes Jahr im Herbst. Wir haben über weite Strecken sehr stark gespielt. Vieles ist dann aber eingebrochen. Man hätte wohl in diesem Sommer einen größeren Umbruch vollziehen müssen nach dem bescheidenen Frühjahr mit wesentlich mehr neuen Kräften. Das hat man etwas übersehen beziehungsweise habe ich das nicht klar genug angesprochen, obwohl ich es irgendwie geahnt habe. Das war mein größter Fehler.“

Ligaportal.at: „Wie geht es nun mit Ihnen weiter? Gibt es schon Pläne?“

Harald Gschnaidtner: „Nein, natürlich nicht. Ich war jetzt 20 Jahre lang durchgehend Trainer und es war nun das erste Mal so, dass ich entlassen wurde. Jetzt genieße ich erst einmal die Freizeit. Es ist aber nicht so, dass ich nie mehr als Trainer arbeiten werde. Wenn etwas Interessantes kommt, bin ich gerne bereit. Ich muss aber davon absolut überzeugt sein.“

 

Fotocredit: Harald Dostal 

 

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